Meenen soll angeblich Berliner NPD-Chef werden

Noch im Februar will die Berliner NPD einen neuen Vorsitzenden wählen. Das berichtet der Tagesspiegel. Für den Landesvorsitz ist der Rechtsextremist Uwe Meenen vorgesehen, der ein enger Vertrauter des Holocaustleugners Horst Mahler ist, berichtet das Blatt. Treibende Kraft wird demnach im Landesverband Eckart Bräuniger, der im Jugoslawienkrieg als Söldner auf der Seite kroatischer Milizen gekämpft hatte. Er soll „Landesorganisationsleiter“ werden und kandidiert zudem als stellvertretender Landesvorsitzender. Neben ihm soll der frühere Berliner DVU-Vorsitzende Dietmar Tönhardt und das ehemalige führende Mitglied der „Kameradschaft Märkischer Heimatschutz“, Sebastian Schmidtke als Stellvertreter antreten. Nach Informationen des Tagesspiegels wurden für eine „Veranstaltungsoffensive“ bereits Bezirksräume in Steglitz-Zehlendorf, Neukölln und Lichtenberg angefragt. Die NPD-Berlin steckt in einer tiefen Krise, verlor zahlreiche Mitglieder und gilt als tief zerstritten. Im Dezember 2009 hatte zudem der bisherige Landesvorsitzende Hähnel seinen Rückzug aus dem Amt angekündigt.

Der Rechtsextremisten Uwe Meenen war in den vergangenen Jahren mehrmals im Zusammenhang mit angeblichen Immmobiliengeschäften der NPD in Erscheinung getreten, unter anderem in Bayern und Sachsen.

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