Russland: Rechte Schläger ermorden mindestens 26 Menschen

In Moskau hat es nach Angaben der Polizei im vergangenen Jahr 26 Morde mit ausländerfeindlichem Hintergrund gegeben. Zudem gingen 25 Fälle vorsätzlicher schwerer Körperverletzung auf das Konto von Rassisten, erklärte der Chef der Hauptstadt-Polizei, Wladimir Kolokolzew, einem Bericht des Standards zufolge. Insgesamt seien 62 Übergriffe auf Ausländer verzeichnet worden. In der Regel werden russische Nationalisten mit Angriffen auf dunkelhäutige Einwanderer in Verbindung gebracht. Zuvor hatten zum Jahrestag zweier Morde rund 1000 Menschen in Moskau für ein härteres Vorgehen gegen Nationalisten demonstriert. Eine Gruppe Rechtsradikaler versuchte dem Bericht zufolge, die Kundgebung zu stören. Mit Sturmhauben bekleidet schubsten sie demnach die Demonstranten und skandierten „Voran mit der russischen Rasse“. Die Nichtregierungsorganisation SOVA gehe davon aus, dass in ganz Russland im vergangenen Jahr mindestens 60 Menschen von ausländerfeindlichen Tätern umgebracht wurden, heißt es weiter. Mehr als 300 Menschen wurden demnach bei solchen Übergriffen verletzt.

Siehe auch: Publikation: Europa im Visier der Rechtsextremen, Russland: Ultra-Nationalisten enthaupten angeblich Tadschiken, Mitarbeiterin der “Aktion Sühnezeichen” in Russland von Neonazis bedroht, Rangliste von Reporter ohne Grenzen: Rüge wegen Neonazi-Angriffe auf Journalisten, Russland: 2008 bislang mehr als 70 Todesopfer durch rassistische Gewalt

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