Polen will „Auschwitz-Dieb“ vor Gericht stellen

Der mutmaßliche schwedische Drahtzieher des Diebstahls der Aufschrift „Arbeit macht frei“ in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, Anders Högstrom, soll nach dem Willen der Krakauer Staatsanwaltschaft in Polen vor Gericht gestellt werden. Zwei polnische Tatverdächtige hätten den Mann als den Auftraggeber des Diebstahls erkannt, berichtet die „Kleine Zeitung“ aus Österreich unter Bezug auf die Polnische Presse-Agentur PAP. Die Behörde habe eine 14-tägige Haft für den Schweden beantragt, heißt es in dem Bericht. Nach der Zustimmung des Gerichts solle „unverzüglich“ ein europäischer Haftbefehl ausgestellt werden.

1389.3 Holocaust F
Jews from Subcarpathian Russia (then part of Hungary) undergo a "Selektion" on the ramp at the Auschwitz-Birkenau extermination camp, May 1944. The officer in front holding a riding crop is either SS Unterscharfuehrer Wilhelm Emmerich or SS Haupsturmfuehrer Georg Hoecker; inmates in striped uniforms—to be killed at a later date—assigned to the "Kanada" section collect the property. Note the physician in the white coat between the columns, Gyorgy Havas, selecting who is sent immediately to death and who will wait. Diese Datei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.

Der Schriftzug „Arbeit macht frei“ war vom Eingangstor der Gedenkstätte in der Nacht zum 18. Dezember entwendet worden. Vier polnische Diebe wurden drei Tage später festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. In mehreren Interviews für schwedische und polnische Zeitungen gab Högström zu, als Vermittler fungiert zu haben. Er wollte angeblich die Beute weiter verkaufen. Der 34-Jährige soll laut Medienberichten bis 1999 die Nationalsozialistische Front (NSF) geleitet haben, aber später aus der Nazi-Szene ausgestiegen sein.

Siehe auch: “Arbeit macht frei”-Diebstahl: Britischer Nazi-Sammler als Auftragsgeber?, Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen

2 thoughts on “Polen will „Auschwitz-Dieb“ vor Gericht stellen

  1. Ich machte bei den Schüleraustausch nach Polen mit, zuerst wusste ich nicht das wir nach Ausschwitz fahren, aber dann als ich hörte heute fahren wir nach Ausschwitz dann lief es mir Eiskalt den Rücken hinunter.
    Also es war so weit, der Bus kam, wir stiegen ein und los ging es.
    Nach einer Stunde fahrt kamen wir an und die Führerin kam begrüste uns.
    Sie erzählte so schlimme und grausame Sachen, dass glaubt mir kein Mensch.
    Eins weiß ich, nie in mein ganzen Leben werde ich diese Geschichte die uns erzählt wurde je vergessen.

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