NPD und DVU verlieren Mitglieder

NPD und DVU haben im vergangenen Jahr deutlich an Mitgliedern verloren. Wie der Tagesspiegel berichtet, sank die Mitgliederzahl der NPD auf unter 7000, die DVU hat sogar nur noch weniger als 5000 – 2008 waren es 6000, zwei Jahre zuvor noch 8500. Die NPD musste vor allem in Berlin herbe Verluste hinnehmen. Von 330 Mitgliedern im Jahr 2008 blieben 250 übrig. Hier waren die internen Streitigkeiten besonders heftig. Die durch Finanzskandale und interne Konflikte geschwächte Partei habe im Superwahljahr wenig Erfolg gehabt, einzig in Sachsen gelang der (erneute) Einzug in den Landtag.

Die DVU steht indes vor einem kompletten Scherbenhaufen, nach dem Abtritt von Patriarch Gerhard Frey flog die Partei aus dem Landtag von Brandenburg und konnte auch sonst keine nennenswerte Aufmerksamkeit erlangen. Zudem platzte die Wahlabsprache mit der NPD; die DVU scheint somit am Ende.

"Autonome Nationalisten" im Einsatz
"Autonome Nationalisten" im Einsatz

Die zahlreichen Skandale in der NPD bringen indes der offen militanten Neonazi-Szene neuen Zulauf. Die Zahl der „Autonomen Nationalisten“ liegt den Angaben zufolge bei 500 bis 600 bundesweit. Im Jahr 2008 hatten die Sicherheitsbehörden noch von 200 ANs gesprochen. Zudem zeigt sich weiterhin der Trend weg vom Nazi-Skinhead-Image, hin zu neuen Aktionsformen und Stilen. Einen Rückgang stellte der Verfassungsschutz bei Neonazi- Skinheads und anderen „subkulturell geprägten und sonstigen gewaltbereiten Rechtsextremisten“ fest (2009: 9000, 2008: 9500).   Die Szene der rechten Skins löst sich schon seit Jahren auf, ein Teil wechselt zu  den stärker politisierten Neonazis.

Siehe auch: NPD-Chef Voigt und die HoffnungslosigkeitFazit 2009: NPD als Regionalpartei

5 thoughts on “NPD und DVU verlieren Mitglieder

  1. Es verlieren doch alle Parteien Mitglieder und das sogar sehr massiv. Es ändert jedoch nichts an der Gefährlichkeit, oder?

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