Warnung vor NPD-Aktivitäten im „Goldenen Hahn“

Ihren Unmut über die NPD haben Bergens Gemeinderäte nach einem Bericht des Vogtland-Anzeigers nun in die Sächsische Landesregierung getragen. Sie schrieben demnach an den Innenminister und machten auf die Vorgänge in der Gaststätte „Goldener Hahn“ aufmerksam.

Die NPD nutzte die Gaststätte dem Bericht zufolge in diesem Jahr, um von dort aus Kampagnen für die Landtags- und Bundestagswahl zu starten. Speziell in den Briefkästen der Bergener landete immer wieder NPD-Wahlwerbung, die auch mit persönlichen, unschönen Anfeindungen gegen den Bürgermeister verbunden gewesen seien, so Carmen Funke, Vorsitzende des Verwaltungsbundes Jägerswald.

Bereits im Februar 2006 hielt die NPD laut VA im „Hahn“ ihren Landesparteitag ab, und in diesem Jahr machten die Braunen mit einem Gartenfest auf sich aufmerksam. Bemerkenswert die Reaktion von Funke, die froh sei, dass die „Situation nicht durch Aktionismus, wie Gegen-Demos, eskaliert“ sei. Funke setze dafür auf „wohlüberlegte Projekte gegen Extremismus“. So zum Beispiel auf Vereinsarbeit und eine Jugendveranstaltung, die im Frühjahr steigen soll. Letztere könnte finanziert werden über das Förderprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Mit einem geeigneten Projekt hoffen die Bergener, in die Förderung hineinzurutschen.

Zeichen gegen Rechtsextremismus setzte unlängst eine Gruppe Bergener unter Führung von Pfarrer Rudolf Bergau, indem sie Unterschriften sammelten. Auch die Jusos Vogtland waren schon in Bergen aktiv, heißt es weiter.