Dutschke-Attentäter Bachmann: Enge Beziehungen zur NPD

Bislang unbekannte Stasi-Akten und Berliner Polizeiprotokolle werfen ein neues Licht auf den Dutschke-Attentäter Josef Bachmann. Er hatte enge Beziehungen zur NPD und einer anderen rechtsradikalen Gruppe – und plante nach SPIEGEL-Informationen weitere Attentate.

In seinem Wohnort Peine verkehrte Bachmann den Angaben zufolge unter anderen mit dem früheren NPD-Mann Wolfgang Sachse, der mit ihm das Schießen übte und ihm Schusswaffen und Munition verkaufte. Sachse bestätigt dem SPIEGEL, dass er Bachmann noch kurz vor dem Attentat Munition verkauft habe. „Mensch, hör auf mit dem Scheiß“, habe er zu Bachmann gesagt. „Lass mich mal machen“, habe der geantwortet.

Mit seinen Gesinnungsgenossen hatte Bachmann zuvor Anschläge auf die innerdeutsche Grenze verübt und dabei auch auf DDR-Grenzer geschossen. Sogar ein Attentat auf den damaligen DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht hatte er geplant.

Siehe auch: Wahlkampfabschluss der DVU: Gegen “Sozioten”, 68er – und Nazis

9 thoughts on “Dutschke-Attentäter Bachmann: Enge Beziehungen zur NPD

  1. @ PG, hat es einen bestimmt Sinn, dass die Twitterlesezeichen nicht mehr richtig anwählbar sind und man so nicht mehr hier auf den gewünschten Artikel hier im Blog kommt oder ist das ein Versehen?

    Ich habe keine Ahnung, woran das liegt, werde aber darauf achten.

  2. Liebe Leute, der Spiegel feiert es als Neuigkeit. Dabei ist seit den 1980ern bekannt, dass Bachmann NPD-Kontakte hatte.
    Wird schon wieder das Rad neu erfunden ?

  3. Er galt als NPD-Anhänger, aber enge Kontakte sowie Waffengeschichten sind meinen Kenntnissen zufolge neu.

  4. …“Waffengeschichten“, „hat schießen gelernt“, „Munition gekauft.“ Mein Gott, der war Bulle damit wird alles vorhergehende obsolet in dem Sinne das es im nachhinein wenig Relevanz hat für den Mord an Dutschke . Er hat Dutschke mit seiner Dienstwaffe erschossen, bei den Bullen schießen gelernt, und vor Dienstantritt wurde die Munition verteilt.

  5. Ich finde es bemerkenswert, so etwas aus Stasi-Akten zu erfahren. Was tut und tat eigentlich unser (laut mehrerer Innenminister) ach-so-wichtiger Verfassungsschutz? Na klar: Er bedient sich zum größten Teil aus öffentlich zugänglichen Quellen. Genau dafür braucht man ja einen Geheimdienst….
    Es drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass die Stasi mehr über die Vorgänge in der BRD wusste als deren eigene Behörden.

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