NPD-Stadtvertreter erneut vor Gericht

Wegen einer nicht angemeldeten Gedenkveranstaltung für den ehemaligen Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß muss sich ein NPD-Stadtvertreter von Neustrelitz vom 1. Dezember 2009 an in einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten. Der 24-jährige Marco Zimmermann soll im August 2008 einen Aufzug von 50 Neonazis geleitet und sie aufgefordert haben, polizeiliche Auflagen zu ignorieren, teilte das Gericht einem Bericht der Ostseezeitung zufolge mit.

Der NPDler war dafür im April vom Amtsgericht wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Der Verurteilter und die Staatsanwaltschaft legten den Angaben zufolge dagegen Berufung ein. Mit einem Urteil werde frühestens am 8. Dezember gerechnet. Der 24-Jährige ist nach Angaben des Opferhilfevereins LOBBI Ost auch Kreisvorsitzender der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Strelitz. Während der Demonstration in Neustrelitz soll es auch zu Handgreiflichkeiten mit Polizisten gekommen sein, als diese versuchten, die unangemeldete Veranstaltung aufzulösen.

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