„Heldengedenken“ in Hildesheim

„Das Sprachrohr politischer Aktivisten aus Wolfenbüttel & Salzgitter!“, das Infoportal Wolfenbütel / Salzgitter, hat ein erfolgreiches Heldengedenken in Hildesheim vermeldet. Demnach habe man „gemäß uralter deutscher Tradition (…) auch dieses Jahr wieder der Helden gedacht, die für uns und unsere Zukunft ihr Leben geopfert haben.“

Von Florian Röpke

So waren es, nach Angaben des Infoportals, 32 Kameradinnen und Kameraden, die an einem Novemberabend ihrer Helden gedachten. Auch einem verstorbenen Kameraden aus Hildesheim wurde entsprechend gedacht:

„Im letzten großen Krieg stand er als junger Mann an den Fronten und hat auch in den folgenden 64 Jahren nie den Mut verloren und tapfer für Volk und Vaterland gekämpft.“

Und diese Helden meint man natürlich hauptsächlich, nämlich jene Männer die im 2. Weltkrieg für Deutschland an der Front kämpften. Heldengedenken derer, die im Widerstand gegen Nazi-Deutschland ihr Leben ließen? Fehlanzeige, das waren ja eh nur Kommunisten und Verräter, Volksschädlinge eben.

Und so ist es bei dieser Art von Heldengedenken natürlich nicht verwunderlich, wenn sich da Widerstand regt und man solches Heldengedenken am liebsten zum Mond schießen würde. Und das wissen natürlich auch die Kameradinnen und Kameraden der nationalen Sozialisten:

„Keiner von den Schreihälsen die heute gegen diese Tradition wettern und alles daran setzen sie nicht mehr zulassen zu wollen würden heute den Mut und die Courage aufbringen, die jene Frauen und Männer hatten, welche sich in den Dienst Deutschlands gestellt haben“

Also wenn damit Führerkult mit allen bekannten Konsequenzen und Verbrechen gemeint ist, dann liegen die Betreiber des Infoportals richtig. Was das aber mit Mut und Courage zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.

Vielleicht zum Thema „Infoportal Wolfenbüttel/Salzgitter“ auch interessant: In Gedenken an Hermann & Unfreiwillig komisch – In Gedenken an Hermann (2)

Siehe auch: “Macht Euch vom Acker”: Wenn Neonazis “gedenken”

3 thoughts on “„Heldengedenken“ in Hildesheim

Comments are closed.