30 Nazi-Skinhead-Konzerte im dritten Quartal

Im dritten Quartal dieses Jahres haben im Bundesgebiet 30 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte und neun Liederabende stattgefunden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/37) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/12) zu ”Musikveranstaltungen der extremen Rechten“ hervor. Demnach wurden die 30 Nazi-Konzerte von insgesamt etwa 3.000 Personen besucht, womit die durchschnittliche Besucherzahl bei circa 100 Menschen pro Veranstaltung lag. Die neun Liederabende besuchten den Angaben zufolge rund 480 Personen, also 55 Personen im Durchschnitt.

Wie die Regierung in der Antwort weiter mitteilt, wurden zwei Konzerte im dritten Quartal von der Polizei aufgelöst. Acht Konzerte seien in diesem Zeitraum im Vorfeld verboten beziehungsweise durch präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden verhindert worden.

Erkenntnisse zu Veranstaltern oder Mitorganisatoren der Musikveranstaltungen liegen den Sicherheitsbehörden nicht in allen Fällen vor. Überwiegend treten weiterhin Aktivisten der regionalen Skinhead-Szenen sowie Angehörige regionaler Kameradschaften, teilweise auch rechtsextremistische Parteien, wie die NPD oder JN-Untergliederungen, als (Mit-) Organisatoren der Konzerte in Erscheinung. Darüber hinaus treten rechtsextremistische Musiker auch bei sonstigen von der NPD organisierten rechtsextremistischen Veranstaltungen auf.

Von April bis einschließlich Juni 2009 hatten in Deutschland rund 35 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte und 10 Liederabende stattgefunden. Dies ging aus der Antwort der Bundesregierung (16/13896) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/13845) zu ”Musikveranstaltungen der extremen Rechten im zweiten Quartal 2009“ hervor.

Danach wurden die Skinhead-Konzerte von insgesamt etwa 3.400 Personen besucht und die Liederabende von insgesamt rund 600 Personen. 8 Konzerte wurden den Angaben zufolge in den drei Monaten von der Polizei aufgelöst und 5 Konzerte im Vorfeld verboten beziehungsweise ”durch präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden verhindert“.

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