Ein Satz mit X: KSA will in Frankfurt auflaufen

Die neurechten Amateur-Protestler der „Konservativ-Subversiven Aktion“ wollen heute in Frankfurt am Main zuschlagen. Ihr Ziel: eine Diskussionsveranstaltung zum „Integrationskonzept“ mit Daniel Cohn-Bendit und dem nordrheinwestfälischen Integrationsminister Armin Laschet stören.

Von Stefanie Wiecker für NPD-BLOG.INFO

Wie aus einschlägig neurechten Kreisen durchsickerte, planen Götz Kubitschek (Sachsen-Anhalt) und Felix Menzel (Sachsen) mit ihrer „Konservativ-Subversiven Aktion“ (KSA) heute Abend eine Diskussionsveranstaltung zum „Integrationskonzept“ mit Daniel Cohn-Bendit (Mitglied des Europäischen Parlaments), Armin Laschet (nordrhein-westfälischer Integrationsminister) und Albert Speer (Architekt) in Frankfurt am Main zu stören.

Quer durch die Republik machte sich Multiaktivist Menzel, Chefredakteur der zurecht als „Junge Freiheit“ für Schüler verschrienen „Blauen Narzisse“, Burschenschafter und Mitglied im „Freibund – Bund Heimattreuer Jugend“, auf die Suche nach vertrauenswürdigen Leuten. Man wolle, heißt es, mit dieser Aktion den Podiumsteilnehmern im Frankfurter Gallustheater mitteilen, dass das Integrationsexperiment gescheitert sei. Für den heutigen Abend habe man- wie schon auf vergangenen Störungsaktionen – geplant, mit rund 30 bis 40 Personen in die Veranstaltung zu gehen und dort nach Beginn mit Flugblättern und Transparenten zu protestieren.

„Gegner verunsichern“

Federführend bei den vergangenen Aktionen der „KSA“ war der Oberstleutnant der Reserve, Götz Kubitschek, der zu den Gründungsmitgliedern des neurechten und elitären „Instituts für Staatspolitik“ gehörte und heute unter anderem den hauseigenen Verlag Edition Antaios leitet.

Seit Mai 2008 fanden fünf dieser innerhalb der eigenen Kreise umstrittenen Zusammenkünfte unter dem Namen „KSA“ statt, deren selbsterklärtes Ziel es u.a. ist, den „Gegner“ zu „stören“ und zu „verunsichern“. Die jüngste Aktion fand am 11. November 2009 in Berlin statt, als eine Handvoll neurechter Studenten um Kubitschek und Menzel mit einem Transparent mit der Aufschrift „11.11.1918 Kein Friedenstag für Deutschland – 11.11.2009 Was sucht Merkel in Paris?“ in schwarzen Hemden und schwarzen Hosen Flugblätter verteilend durch die Hauptstadt lief. Damit wollten sie gegen die Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel an den Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs in Paris protestieren.

Sieeh auch: Gemeinsam gegen die Versöhnung: Extreme Rechte wird ewigvorgestrig, “Neue Rechte” voran: Gegen die Schmach von 1918!, Westerwelle, der Vaterlandsverräter

10 thoughts on “Ein Satz mit X: KSA will in Frankfurt auflaufen

  1. Die neu-rechte „Konservativ-subversive Aktion“ (ksa) plant für den heutigen Abend die Störung einer Veranstaltung mit Frankfurts Integrationsbeauftragter Nargess Eskandari-Grünberg, Armin Laschet, Albert Speer und Daniel Cohn-Bendit (NPD-Blog.info). Bei der ksa handelt es sich um den Versuch der Übernahme einer Aktionsform der ehmaligen APO („Go-In“) durch extrem rechte SchülerInnen und StudentInnen, die sich politisch um den Blog „Blaue Narzisse“ sammeln. Im Rhein-Main-Gebiet ist ihr spiritus rector ein Student namens Carlo Clemens, dem nachgesagt wird, vor einigen Monaten ein Praktikum bei Wolfgang Hübners BFF gemacht zu haben. Politisch steht die ksa unter dem Einfluß von Personen wie Götz Kubitschek und Felix Menzel, die beide aus dem Umfeld des „Instituts für Staatspolitik“ kommen und Karheinz Weißmann nahestehen.
    Die ksa hat Ende April diesen Jahres schon einmal vergeblich versucht, eine Veranstaltung in Frankfurt zu stören – hier scheiterte sie an der entschiedenen Haltung des Publikums bereits im Vorfeld.
    Es wird interessant sein, zu sehen, wie städtische Kreise mit der Drohung umgehen, daß neurechte Provokateure eine ihrer Veranstaltungen als Forum für ihre rechtskonseravtiv bis faschistoide Gesinnung nutzen wollen.
    Nargess Eskandari-Grünberg war bereits im Herbst 2007 Zielscheibe rassistischer Angriffe von islamhassenden Moscheebaugegnern, wobei ihr gleich auch noch ihr jüdischer Ehemann mit vorgeworfen wurde.
    Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Gallustheater (Kleyerstraße 15).

    http://antinazi.wordpress.com/2009/11/19/satz-mit-x-konservativ-subversive-aktion-will-heute-abend-in-frankfurt-veranstaltung-storen/

  2. Zitate: „Amateur-Protestler“, „wie aus einschlägig[…] Kreisen durchsickerte“, „Chefredakteur der zurecht […] verschrienen“.

    Diese Äußerungen erinnern mich an die Reaktionen auf die Aktionen der protestierenden Studenten Mitte-Ende der 60er. Diffamierend, unsachlich und gar nicht einmal das eigene Ziel vertuschend: nämlich sich nicht mit den Inhalten beschäftigen wollen, sondern allein durch Tonfall und Wortwahl die Abscheu ausdrücken.

    Meines Erachtens ist dieser Beitrag beschämend schwach.

  3. „Meinungsfreiheit“: Stadt Frankfurt gewährt der „Konservativ-subversiven Aktion“ ein Forum

    Auf einer Veranstaltung der Stadt Frankfurt am Main gewährten die Veranstalter einer Podiumsdiskussion u.a. mit Daniel Cohn-Bendit gestern der neu-rechten „konservativ-subversiven Aktion“ für längere Zeit ein Forum für deren rassistische Positionen, zB. der per Megafon vorgetragenen Verteidigung von Thilo Sarrazin. Hierüber berichten erfreut und mit detaillierter Schilderung die Blogs „Politically Incorrect“, „Blaue Narzisse“ und „Sezession“.
    Offenbar hatten die städtischen Veranstalter wie auch die Stadtratsfraktion der „Grünen im Römer“ die ihnen zugegangenen Warnungen nicht ernst genommen – oder hielten sie politisch für überflüssig.
    So geht man also in Frankfurt offiziell mit den RassistInnen um Götz Kubitschek und Co. um.
    Vermutlich hält man das dort für „Meinungsfreiheit“.
    Warum dann nicht auch gleich für Nazis?
    Wie man es besser macht und erfolgreich verhindert, daß solche Figuren ein Podium erhalten, hätte man sich, wenn man es denn politisch für nötig gehalten hätte, bei den antifaschistischen AktivistInnen der Stadt anschauen können. Aber das war wohl nicht gewollt.

    http://antinazi.wordpress.com/2009/11/20/meinungsfreiheit-stadt-frankfurt-gewahrt-der-konservativ-subersiven-aktion-ein-forum/

  4. Carlo Clemens alias „calito 89″ (Blaue Narzisse usw.) ist ein Lügner…

    Der Nachwuchsreaktionär Carlo Clemens (Verfasser von Texten auf den Blogs Blaue Narzisse, Sezession, Junge Freiheit, Vaterland usw.) behauptet auf seinem Privatblog über die „Konservativ-Subversive Aktion“ am vergangenen Donnerstag, bei dieser Gelegenheit habe er im Gallustheater auch einen der SprecherInnen der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt, Hans Christoph Stoodt, gesehen: „… als die Aktion dann doch ablief, war er derjenige, der am lautesten „Das sind die Faschisten!“ brüllte. Herrlich anzusehen war sein wutverzerrtes Gesicht. Die Zornesröte im Kontrast mit den grau-weißen Haaren: Am liebsten hätte ich dieses Gesicht auch noch fotografiert! Die Aktion an sich war ein voller Erfolg, es kamen sehr gute Bilder zu stande.“.
    Dazu Hans Christoph Stoodt:
    „Carlo Clemens alias ‚calito89‘ ist ein Lügner. Ich war an diesem Abend nachweislich gar nicht im Gallustheater, sondern bei einer privaten Feier, was an die fünfzig Menschen sicher gerne bezeugen können. Man sieht an den Äußerungen von Herrn Clemens das ganze Ausmaß an Verwirrung, das die schwarzbraune Ideologie in ihm angerichtet hat. Oder er lügt einfach gewohnheitsmäßig – das kann ich natürlich nicht beurteilen. Im Übrigen weiß er selber aus Erfahrung, daß wir unsere eigenen Veranstaltungen durchaus effektiv von Figuren wie ihm freihalten können – der 29. April 2009 im Club Voltaire hat es bewiesen. Wo war denn da die vorher von Kubitschek angegkündigte „schneidige Aktion“ gegen uns?
    Wir sind aber natürlich nicht dazu da, staatliche Veranstaltungen vor den ksa-Bubis zu schützen, wenn deren Veranstalter trotz vorheriger Information nicht willens sind oder nicht Mittel und Wege finden, das selber zu tun.“
    Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen …

    http://antinazi.wordpress.com/2009/11/21/carlo-clemens-blaue-narzisse-usw-ist-ein-lugner/

  5. @ HCS

    Man könnte ja zunächst erst einmal von einer schlichten Verwechselung ausgehen … Dann bedürfte es gar keines Theoriekonstruktes von einer „schwarzbraunen“ Verschwörung …

  6. „Herrlich anzusehen war sein wutverzerrtes Gesicht. Die Zornesröte im Kontrast mit den grau-weißen Haaren“

    Ja so kling Jemand, der sich unsicher ist ob er eine Person erkannt hat…
    Da war das „Maul“ einfach schneller als der Kopf, wie so oft!

Comments are closed.