Grüne: Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft unumgänglich

Zu den aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zur Chancengleichheit in der Privatwirtschaft erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Frauenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

Wieder und wieder kommen alle Studien zu denselben Ergebnissen: In der deutschen Privatwirtschaft gibt es kaum Vereinbarungen zur Chancengleichheit von Frauen und Männern. Hier weisen 90 Prozent der Betriebe keine Gleichstellungsvereinbarungen oder -initiativen auf. Dieser Wert hat sich seit 2002 nicht verändert. Die existierenden Vereinbarungen beziehen sich vor allem auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gezielte Unterstützung für Frauen bei der Personalgewinnung, bei der Ausbildung oder beim Aufstieg gibt es dagegen kaum.

Damit wird erneut festgestellt, dass die freiwillige Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft von 2002 de facto gescheitert ist. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen vorzulegen. Die im Koalitionsvertrag genannte Erarbeitung eines vagen „Rahmenplans zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in allen Phasen des Lebensverlaufs“ wird konkrete gesetzliche Maßnahmen nicht ersetzen können.

Siehe auch: NPD-Frauen wählen Edda Schmidt zur Vorsitzenden, Frauenmachtkampf in der Männerwelt der NPD

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