Manfred Roeder erneut verurteilt

Das Marburger Landgericht hat einem Bericht des blick nach rechts zufolge den früheren Rechtsterroristen Manfred Roeder (Jg. 1929) in einem Berufungsverfahren wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Der bundesweit bekannte Hitler-Verehrer, NPD-Bundestagskandidat und mehrfach einschlägig vorbestrafte Roeder (Schwarzenborn/Knüll) hatte laut bnr im Jahr 2007 in einem Rundbrief seiner 1971 gegründeten „Deutschen Bürgerinitiative“ (DBI) den Holocaust als „erfundene Behauptung“ abgetan und erklärt: „Denn ich kenne mein Volk und ich weiß, dass es die Dinge, die Hass-Apostel ihm andichten wollen, niemals begangen hat. Dazu brauche ich keine Beweise! Kann es nicht auch sein, dass man uns in endlose Debatten über den Holocaust verwickelt, damit wir nicht merken, wie unser Land inzwischen von Türken übernommen wird, den Todfeinden des Reiches seit 500 Jahren?“

Die DBI war laut bnr zeitweilig von der Finanzbehörde in Darmstadt als gemeinnützig anerkannt. Kein Einzelfall: Auch das Collegium Humanum, ein mittlerweiler verbotener Verein von Holocaust-Leugnern, war als gemeinnützig anerkannt und die Förderer konnten so ihre Spenden steuerlich absetzen.

Siehe auch:  Vor 34 Jahren: Schwarzer Block auf Nazi-Demo