Urteil wegen Körperverletzung gegen NPD-Funktionär bestätigt

Ein Urteil gegen den Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes, Willibert Kunkel, ist am 12. November 2009 vor dem Landgericht Aachen bestätigt worden. Kunkel war wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden, hatte dagegen Berufung eingelegt. Wie die Aachener Zeitung berichtet, habe die Kammer es aber als erwiesen angesehen, dass der Stolberger einen Passanten im Umfeld eines Infostandes in Düren an den Kopf geschlagen hatte.

Der Berufungsprozess lief seit Anfang Oktober und war wegen fehlender Entlastungszeugen zweimal vertagt worden. Die Kammer fand nun, deren Aussagen zugunsten des Ratsmitgliedes seien „bestenfalls unergiebig“ und teils nahe an Falschaussagen gewesen, so die AZ weiter. Glaubhaft seien indes das Opfer und eine Jurastudentin. Die junge Frau hatte ausgesagt, Kunkel habe nach dem Passanten geschlagen.

Der leichte Schlag mit der Hand sei jedoch nicht gezielt, sondern „aus spontaner Verärgerung heraus“ geschehen, sagte der Richter dem Bericht zufolge. Da Kunkel schon einmal wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden war, sah die Kammer ihn als vorbelastet an und hielt die neue Geldstrafe von 2400 Euro für angemessen.

Siehe auch: “Braune Scheiße zu brauner Scheiße” – Misthaufen vor NPD-Stand ist Aktionskunst, “Trauermarsch”: “Nazis auf die Fresse hauen”,

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