Neonazi-Trachtengruppe „Frontbann 24“ verboten

Berlins Innensenator Körting hat am 05. November 2009 die Neonazi-Vereinigung „Frontbann 24“ verboten. Körting hatte bereits öffentlich über diesen Schritt gesprochen, daher war das Verbot nach vorherigen Razzien bereits erwartet worden. In der Verbotsverfügung heißt es dem Tagesspiegel zufolge, die Vereinigung richte sich „gegen die verfassungsgemäße Ordnung und läuft nach Zweck und Tätigkeit den Strafgesetzen zuwider“. Diese Verfügung übergab die Polizei dem Bericht zufolge dem mutmaßlichen Anführer der Gruppierung, Uwe D., in Oberschöneweide, als die Ermittler dort zur Durchsuchung anrückten. Außerdem gab es eine weitere Razzia bei Frontbann-Mitgliedern.

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Das Verbot sei „vor dem Hintergrund einer entschiedenen Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen“ zu sehen und „ein wichtiger Schritt zum Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagte Körting dem Tagesspiegel. Der Frontbann weise „in Vorstellungswelt und Gesamtstil eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ auf, heißt es in der Verbotsverfügung.

Hintergrund:
Seit Anfang 2009 existiert in Berlin eine neue Nazikameradschaft namens “Frontbann 24″, die einerseits durch ihre Herkunft (Ex-NPDler) und andererseits durch ihr Auftreten (Uniformierung) im öffentlichen Raum auffällt. Am 13. August 2009 ließ der Berliner Innensenator Wohnungen von “Frontbann 24″-Mitglieder in ganz Berlin durchsuchen. Horst Mühle hat Infos zu “Frontbann 24″ zusammengestellt.

Als Treffpunkte der Frontbann-Leute galten die einschlägig bekannte Kneipe „Zum Henker“ in Niederschöneweide  (auf die angeblich ein Antifa-Brandanschlag verübt worden war) sowie ein Lokal in Mariendorf. Die selbst nach Maßstäben der Neonazi-Szene altmodisch wirkende Gruppierung war das Produkt heftigen Streits in der Berliner NPD, der in einer bizarren „Porno-Affäre“ gipfelte und zum Abgang zahlreicher Mitglieder führte. Außerdem wollten die meist schon etwas älteren Frontbann-Figuren offenbar den Modetrends in der Szene, vor allem der Imitation linker Autonomer durch die „Autonomen Nationalisten“, das traditionelle Nazi-Brimborium entgegensetzen.

Siehe auch: “Wir kriegen euch alle!” – Polizei hörte Drohungen offenbar, Neonazis marschieren gegen angebliche Vergewaltigungen auf, Razzien gegen Neonazis: “Frontbann 24″ vor dem Verbot?, Körting: NPD schwächelt, Verbot von “Frontbann 24″ wird geprüft, Berlin: Hohe Fluktuation bei NPD und deutlich mehr rassistische GewalttatenVS-Berlin: NPD verliert durch Machtkampf deutlich an SchlagkraftPoppenkontakte & Huren24 – Erpressung bei der NPD?, Berlin: rassistische Gewalt stieg 2008 um 40%, Keine V-Leute bei NPD-Spitzen in Berlin und weiteren Bundesländern

27 thoughts on “Neonazi-Trachtengruppe „Frontbann 24“ verboten

  1. @spreewikinger

    Du machst mir einen ziemlich labilen und impulsiven Eindruck … das wird wohl am Alter liegen. – Dennoch würde ich dir empfehlen, deine versteckten Drohungen bei dir zu belassen, davon erhalte ich bereits genug von Leuten, die sich nicht so dämlich outen wie du. Es könnte sonst sein, dass bei „Belästigungen“ jeglicher „Coloeur“ und innerhalb meines Wohnumfeldes, du schneller Besuch vom LKA bekommst, als es dir innerlich lieb sein wird. – Es sei denn, du wärst einer dieser „coolen“ „Märtyrer für Deutschland“-Typen, die dann stolz darauf sind, dass die „Kameradinnen“ der „GDF“ ihnen einen selbst gebackenen Kuchen in die JVA bringen …

    Also wisch dir bitte deinen pupertären Geifer aus dem Gesicht und schalte deinen Kopf ein!

  2. Leuten wie Spreewaldgurke kann man nicht helfen. Manche sind einfach strunzdumm und merken es nicht mal. Das ist natürlich gefährlich, aber mit Gewalt ändert man diese Menschen nicht.

    Es kann sich nicht einmal ordentlich artikulieren, will sich aber für Deutschland einsetzen. Größenwahn mischt sich mit Ignoranz und Naivität!

  3. @neuer Leser

    `Vollkommen deiner Meinung! – Was mich umtreibt, sofern ich das Gegeifer von @spreewikinger lese, ist jedoch, dass es genau solche durchgeknallten Typen sind (oder sein könnten), die Nachts durch die Straßen ziehen und Autos anzünden in der Hoffnung, dass Morgens wieder von „linken Hassbrennern“ die Rede ist. – Also quasi Nazi-Trittbrettfahrer, die ständig glauben, sich als „demokratische Antikommunisten“ verkaufen zu können, sozusagen „demokratische“ Neonazis, die auch „die Vergangenheit“ aufarbeiten … außer ihre Eigene. *lol* 😉

    Irgendwann werden selbst die Neonazis im „Osten“ sich noch nachträglich zu „Revolutionären“ erklären …

  4. @ Axel Mylius

    Es wird bestimmt den einen oder anderen Fascho geben, der Straftaten durchführt, die man eher dem „linken“ Spektrum zuordnen wird. Manche Faschos geben sich in (bestimten) Internetforen als „Türken“ aus und hetzten dann gegen Deuschtland und Deutsche oder stellen gefakte Aussage von angeblichen Türken rein usw.

  5. @neuer Leser

    Wurde hier auch schon probiert: Kam ein Pseudo-„Homie“ herein und sprach „Kanaksprak“ … War aber einfach nur dämlich und zu offensichtlich.

  6. Spreewikinger, Du sprichst mir aus dem Herzen! Du und ich wissen genau um was es geht. Ganz ehrlich, an alle, die meinen gewisse Sachen verbieten zu müssen – drängt diese Leute ruhig in den Untergrund und Ihr werdet sehen, was passiert!!!!!!!!!!!!!!!!

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