„Heil Hitler“ darf ich als Linker sagen! Oder?
03. November 2009 17:34
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25 Kommentare
Wenn Apfelfrontler in ihrem Nazigehabe aufgehen, das Juso-Projekt „Endstation Rechts“ zum Hitlergruß ansetzt und Naziästhetik links neu aufgezogen wird, wünscht man sich eine kritische Reflexion dessen. Ein Einwurf von Sebastian Brux
Eigentlich ist mit Hannah Arendt in dieser Debatte alles gesagt. Sie stellte zur Kultur der Nazis treffend fest, dass kein Einziger von ihnen ein Gedicht schrieb, das es wert wäre, dass man sich daran erinnere, oder ein hörenswertes Musikstück komponierte oder ein Bild malte, bei dem irgend jemand daran gelegen wäre, es an seine Wand zu hängen. Die Nazis haben bis heute nichts Kreatives, Innovatives oder Ansprechendes hervorgebracht, was es nachzumachen lohnen würde.
Und fernab der künstlich skandalisierten Diskussion darüber, dass die Nazis den Linken die völkisch-motivierten subkulturellen Symbole klauen, gibt es einen umgekehrten Trend. Der Gefallen am Nazi-chic, die Begeisterung für autoritär-faschistisches Verhalten und der Naziästhetik.
Es wurmt in der Apfelfront!
Junge, sich selbst als links und gegen-Nazis definierende Menschen, schließen sich bisweilen der antifaschistischen Spaßguerillia „Front Deutscher Äpfel“ an, die in schwarzen Uniformen, roten Armbinden, Fahnen und Standarten den Faschisten der 1930er und 40er Jahre spielen. Der Wurm an der Sache steckt tief in der Struktur dieser friendchise-Bewegung. Wer sich der Satiretruppe anschließen möchte, muss nur eine Armbinde bestellen und sich wie ein Nazi benehmen. Und gerade das autoritär-faschistische Verhalten zaubert manchen ein Funkeln in die Augen. Endlich wie Opa früher fühlen, marschieren, rüpelhaft benehmen und verdrehte Nazisprüche im Hitlersprech ins Megafon krächzen.
Dass es sich hier um Theater handelt, müssen sich nicht nur kritische Beobachter ins Bewusstsein rufen. Die Kids, die unter der Apfelfahne stolzieren, sollten selbiges tun – und zwar gründlich. Was gefällt mir am Naziauftritt? Warum sollte mir mein Verhalten nicht gefallen? Das Konzept der niedrigschwelligen, ursprünglich durchaus witzigen Parodie auf die Nazis, ist an dem Tag gescheitert, als Jugendliche mit stolz geschwellter Brust und Apfelfront-Armbinde die Schule betraten.
Endstation Nazi-chic
„@Der_Fuehrer: Heil Dir Fuehrer, dürften wir ergebendst um ein Interview bitten für http://www.endstation-recht…?“ twitterte am 29. Oktober das Juso-Rechtsextremismus-Infoportal „Endstation Rechts“, in der Hoffnung, vom Spaßhitler der Twitterwelt, Der_Fuehrer, ein Interview zu erhalten. Witze über Hitler und Nazis – davon braucht die Welt noch mehr. Im vermeintlichen Humor aber endlich mal Hitler deutsch grüßen können, das braucht es nicht. Zumindest ist mir der Reiz unbekannt, zum Hitlergruß anzusetzen. Der versteckte Charme ist mir bisher entgangen. Auch die „Thor Steinar“-Verarsche „Storch Heinar“ ist auf dem Rostocker Mist des SPD-Abgeordneten Brodkorb gewachsen und soll eigentlich lustig sein. Nun stellt sich vorab die Frage, ob es denn cool ist, die bei Neonazis beliebte Marke „Thor Steinar“ zu kopieren? Und, was gefällt den Jungsozialisten am Nazi-Chic?
Umgekehrt lässt es sich relativ einfach erklären: Neonazis tragen den Intifada-Schal, weil er ihre Solidarität mit dem palästinensischen Kampf gegen den jüdischen Staat verdeutlicht. Neonazis tragen Che-Buttons, weil er für eine „Volksbefreiung“ gekämpft hat, die den Nazis nicht unsympathisch ist. Warum aber vermeintlich Linke mit einem Sonnenrad auf dem Shirt durch die Gegend laufen wollen, dass nicht nur am Hakenkreuz sondern auch an germanischer NS-Mysthik angelehnt ist, entzieht sich dem Betrachter.
Die Ästhetik der Nazis bedarf keiner tiefgründigen Betrachtung, um auf völkische und menschenfeindlich durchdrungene Ideologiewurzeln zu stoßen. Très chic ist das nicht!
Sebastian Brux ist Autor bei mut-gegen-rechte-gewalt.de, NPD-BLOG.INFO und ein spaßbefreiter Schmock.

guter artikel!
regt wunderbar mal wieder zum nachdenken über seine eigene sache an, bzw wie man selbst auftritt / die antifaschistische bewegung sich ändert
…..und das oftmals nicht zum vorteil
Vorsicht: Ironiebefreite Zone!
Was gefällt den NPD Blog Betreibern an dem Namen NPD? Fühlen sie sich nationaler dadurch?
btw. Ich denke überhaupt nicht daran die Nordische Mythologie den Nazis zu überlassen.
Beide Daumen hoch!
Endlich sagt mal jemand, dass die bescheuerte “Storch Heinar”-Kampagne völliger Mist ist und Brodkorb inzwischen mit seinem unsäglichen Abfeiern der Jungen Freiheit einfach nur noch als verrückt bezeichnet werden kann.
Die gezeigten Designs zeigen deutlich, wie idiotisch dieses ganze Storch Heinar ding ist.
Nazi-Symbolik entzaubert man (leider) nicht, indem man sie nachmacht. Die Nazis amüsieren sich darüber und freuen sich, dass noch mehr Leute die Schwarze Sonne der Waffen-SS spazieren tragen.
Und auch dieses Braun hier ueberall… Diese NAZI Symbolik ist echt gefaehrlich!
Mensch Jungs… Mensch so lange man die nazis durch den kakao ziehen kann is doch alles in ordnung…
Guten Abend,
disclaimer vorweg: ich bin seit 2004 bei der Apfelfront in Leipzig aktiv.
1. Bestellt wird bei uns schon mal nichts, auch keine Armbinden. Diese stehen nur als pdf auf der Website zur Verfügung. Wer sie ausdrucken will, kann es bitte tun, die Apfelfront beruht auf dem Prinzip der Selbstermächtigung. Es gibt nicht so etwas wie eine zentrale Verwaltung, gar eine zentrale Struktur, die Symbolik ist quasi Open Source. Es kann natürlich passieren, dass diese dann nicht den ursprünglichen Zweck dient, das nehmen wir aber gern in Kauf. Wir weisen bei jeder inhaltlichen Veranstaltung darauf hin, dass die Aktionsform nur in dem richtigen Kontext überhaupt funktioniert – wer es anders einsetzten will, macht es auf eigene Verantwortung, das können und wollen wir nicht kontrollieren.
2. Die FdÄ ist keine Reaktion darauf, dass die Nazis das Palituch und die Che Shirts bei linken Subkulturen klauen, sonder eine reaktion darauf, dass sie das überhaupt tun (um auch mal von deinem/ihrem Beispiel wegzukommen, es werden nicht nur “völkisch-motivierten” Symbole von Nazis übernommen, siehe die Autonomen Nationalisten, die KSA, die “Strassenkunst” Blogs…). Die Reaktion bestand aus der Erschaffung von einem Format, das nicht von Nazis adaptiert werden kann, weil Nazis heute ebend nicht so aussehen wie Nazis, sondern ihre Ideologie durch jugendkulturelle Symbole hindurch verbreiten.
Nochmal: Der Zweck der FdÄ ist der Hinweis darauf, dass Nazis heutzutage gar nicht so aussehen und reden wie wir – obwohl sie eigentlich genau das wollen. Das Mittel dazu ist das Auftretten als “echte” Nazis, dabei werden mit entsprechender Symbolik vornehmlich dada Parolen kommuniziert (Witze erklären macht immer Spaß).
3. Mit Storch Heinar haben wir nichts zu tun. Ich vermute, die Benutzung des Sonnenrads etc. sollte zur Entmystifizierung von Nazisymbolen dienen – inwiefern das sinnvoll ist oder gut umgesetzt wurde, kann und muss man natürlich diskutiert werden.
Diese Anmerkungen verstehen sich als eine fachliche Kritik, nicht als Selbstrechfertigung.
Über das Stilmittel der Satire kann man sich natürlich streiten. Aber Leuten vorzuwerfen, sie würden mit diesem Mittel ihre eigene Nähe zur Naziideologie verarbeiten, ist schlicht absurd.
Ich sehe einen grossen Unterschied zwischen der Front deutscher Aepfel, die (zu mindest in meinem Empfinden) dem braunen Biedermaennern die Maske vom Gesicht reissen will, um den Menschen zu zeigen, was sie von denen erwarten koennen, waehrend Aktionen wie Storch Heinar lediglich Nazis laecherlich machen wollen – was in meinem Augen die schlimmste Art der Verharmlosung ist, und somit am Ende eher der Akzeptanz rechtslastigen Gedankenguts in der Gesellschaft foerdern mag.
Mann sollte vorsichtig sein, ob man sich ueber eine Minderheit wie die extreme Rechte lustig machen will. Am Ende weckt man noch Sympathien fuer die armen Opfer.
“Ein Einwurf von Sebastian Brux”
Hervorragend, dieser Einwurf gleicht einem Auswurf. Der Autor fordert Reflexion, sollte doch aber wenigstens den Wikipedia-Artikel zur “Apfelfront” gelesen haben. Sogar da wird der Vorwurf des “Kostümfaschismus” verhandelt und schlussendlich als kurzsichtig abgetan.
Es ist doch völlig klar: Plumper kann man Rechte gar nicht kritisieren, als auf ihr Auftreten zu rekurrieren. Dem Faschismus eine ihm innewohnende ‘Magie’ zu unterstellen, die auf den Betrachter unaufhaltsam einwirkt und sich in sein mit Vernuftfähigkeit ausgestattetes Bewusstsein einschleust, ist völlig daneben und absurd. Es handelt sich nicht um Voodoopriester. Die Apfelfront erscheint mir ebensowenig ein Voodooverein zu sein. Armbinde angelegt und plötzlich:
“ein Funkeln in [den] Augen”
Schwachsinn. Nationales Denken lässt sich nicht auf einen Style zurückführen. Der Glauben an die sog. Volksgemeinschaft und die Notwendigkeiten um sie endlich herbeizuführen, fahren einem nicht wie religiöse Prophetien ein, die unweigerlich dazu führen den ganzen Schmarrn für notwendig zu erachten. Nein, dies findet sich in den Begriffen, wie Volk und Rasse, die von verbohrten, ziemlich falsch gepolten Menschen verwendet werden. Es sind Vorstellungen von Anprüchen
auf einen schönes Leben in der Volksgemeinschaft. “Familie, Heimat, Arbeit”, so steht es auf NPD-Plakaten geschrieben.
Die Konsequenzen, die diese Ideen notwendig implizieren sind bekannt.
Sie sind und bleiben zutiefst menschenverachtend, jedem Prinzip freiem, gleichem und vernünftigem Menschsein gegenläufig.
Hört bitte auf Faschisten anhand ihrer “gleichgeschalteten” Kleidung, am “Nazi-Chic” auszumachen. Belehrt sie, schlagt sie, küsst sie, wo ihr sie trefft.
Aber, bitte, hört auf ihren Dreck durch unästhetische Fahnen und Uniformen zu ERKLÄREN, denn wer das tut (s.o.) hat den Kern noch nicht entdeckt.
Beste Grüße aus einem Gau in dieser Republik
Danke! So ein Artikel war längst überfällig…
Also, so einen dämlichen Artikel habe ich ja lang nicht mehr gelesen.
Da bekommt man den Eindruck, dass der Author etwas ganz grundlegendes nicht verstanden hat. Nazis werden nicht durch ihre Ästhetiken und Stile zu dem was sie sind, sondern durch ihre Ideologie und Einstellungen. Und mit denen stehen die von ihnen benutzten Symbole und dergleichen auch nur deshalb in Verbindung, weil sie sie jahrelang damit in Zusammenhang gebracht haben.
Wenn man den Äußerlichkeiten in so einem Maße in den Vordergrund stellt,wie das hier getan wird, spielt man Gruppen wie den Autonomen Nationalisten in die Hände, die sich äußerlich bei ihren politischen Gegnern bedienen um nicht gleich erkannt zu werden. (Und das durchaus nicht nur bei Symbolen, die im rechten Kontext Sinn ergeben. Ich hab oft genug gesehen, wie sie eine 1zu1-Kopie des Antifa-Logos mit den zwei Flaggen auf ihren Aufklebern und Plakaten haben und sich u.a. als “Antikapitalisten” bezeichnen.)
Die Jugend wurde an Scheil und Rhonhof verwiesen – innerhalb der JN-Postille “Perplex”. Daraufhin gab`s Ärger:
http://www.verfassungsschutz.sachsen.de/735.htm
Rhonhof hat also gelernt, dass Rüstungsindustrie immer etwas mit “Verteidigung” zu tun hat? – Und das legt er hier dar?
http://www.gfp-netz.de/netzseiten/ ,wo Herr Molau zu Herrn Rieger schreibt, Zitat:
„Bei allen politischen Differenzen, die mich von Jürgen Rieger getrennt haben, möchte ich im Namen der GfP Anteilnahme am Tode Jürgen Riegers ausdrücken. Rieger trat stets für eine deutsch-russische Verständigung ein. Mit seinen Diskussionsbeiträgen, etwa zum Thema Solidarismus, zeigte er, dass er auch neue Wege einzuschlagen bereit war.
Als Anwalt trat Rieger für das freie Wort ein und verteidigte Opfer der politischen Korrektheit, die aufgrund von Gesinnungsstrafrecht angeklagt waren – und zwar unabhängig von finanziellen Interessen. Er selbst geriet dabei in die Mühlen der Gesinnungsjustiz.
Man muss viele Positionen Riegers nicht teilen, um festzustellen: Ein Staat ist erst dann frei, wenn man alle Meinungen aussprechen darf, ohne Angst haben zu müssen, eingesperrt oder sozial geächtet zu werden. Die GfP wird sich in diesem Sinn für Meinungsfreiheit einsetzen.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.“, Zitat Ende
Rieger als “Verteidiger” der “Opfer” der “politischen Korrektheit” …!? *lol*
http://www.jurablogs.com/de/zuendel-prozess-ein-holocaust-leugner-kommt-selten-allein
hmm ich glaub da nehmen n paa leute das zu persönlich.
dem autor gings wohl eher darum das inzwischen viel zu wenig reflektiert wird, auch innerhalb der linken szene.
das problem liegt natürlich nicht darin, dass n paa leute immerschon es sau komisch fanden hier mal n harkenkreuz hin zu schmieren und da mal n paa SS-Runen zu hinterlassen (was einfach beschissen ist), sondern dass tatsächlich durch ein andauerndes lustig machen es zu einem gewissen maße dadurch kommt, dass ein teil des schreckens der verbrechen von alt und neonazis genommen wird.
mir ist bewusst das man nicht immer nach dem “stock-im-arsch-prinzip” darrüber alles zu tode diskutieren kann/muss und man niemals drüber lachen darf sondern ein gewisser humor schliesslich teil der linken szene ist. dennoch MUSS immer überlegt werden wie weit das ganze gehen darf, jeder hat da seine eigenen grenzen, die jedoch ab und zu mal überprüft werden sollten, dank der ganzen verstumpfung durch medien und umfeld =)
heil boskop xD
Ich hab vor allem das Gefühl, dass viele folgenden Sachverhalt überlesen: Sebastian schreibt, die Apfelfront war zunächst eine gute Idee, bis Schüler mit Armbinde und stolz geschwellter Brust die Schule betreten haben. Es geht hier nicht darum, ob man über Nazis lachen darf oder nicht, wie Endstation Rechts es jetzt in einem Interview mit der Apfelfront darstellen will, sondern um die Reflexion darüber, wohin solche Sachen führen können.
Und auf die Sache mit dem Sonnenrad wird kaum eingegangen. Das ist schade, denn das ist wirklich nicht zu verstehen, was daran lustig oder cool sein soll. Sid Vicious ist mit Hakenkreuzbinde rumgerannt, als ultimative Provokation – aber das war vor mehr als 30 Jahren und in England…
Grüße
Patrick
Iiih gittt, wassen für ne Naziseite hier. Einfach unerträglich diese linken Nationalen Sozen! Ist doich ned euer Ernst? Thälmann würde sich in der Kiste umdrehen, wenn er denn eine hätte? Meine Fresse hoffenlich wird man nicht mal so wie ihr schon seid!Breit!! Pppfff man oh man, ihr seid ja Linkswichser vom Herrn. Einfach unerträglich.
Wie schön, dass Herr Brux nur das Handeln anderer Menschen und die Tauglichkeit anderer Projekte reflektiert. Wie sieht es denn mit der Reflektion bezüglich eigener Handlungen und Äußerungen aus?
Und seit wann ist der Kampf gegen Rechtsextremismus eigentlich ein Wettbewerb “wer ist der beste Antifaschist”?
Offensichtlich scheint der Autor ja den “Königsweg” gefunden zu haben, schade nur, dass er mir auf Mut eine Antwort schuldig geblieben ist. Vielleicht lässt seine Zeit ja hier ein kurzes Statement zu. Würde mich freuen.
Da hat jemand das Stilmittel Humor nicht verstanden. Kann als Apfelfrontlerin echt nur den Kopfschütteln.
Das da ein paar Leute mit Apfelarmbinde in der Schule aufgetaucht sind… hm… es is schwer da zu urteilen ohne den Fall genau zu kennen. Wieso hatten sie die Armbinde in der Schule um ? Einfach aus Laune, Gedankenlosigkeit oder um zu zeigen was sie in ihrer Freizeit so tun ? Ich finde das jetzt nicht dramatisch. Oder haben sie andere die sich ihnen nicht angeschlossen haben ausgegrenzt, misshandelt etc ?
Ich denke die meisten die sich der Apfelfront anschließen haben sich mit den Inhalten der Nazis beschäftigt und halten nix davon. Es gibt viele Aktionsformen und die Apfelfront ist eine davon.
Zu Storch Heinar: manche Motive find ich jetzt schon grenzwertig wobei ich dem Träger nicht unbedingt rechtes Gedankengut unterstellen würde da es von manchen wohl als sehr krasser linker Humor empfunden wird. Geschmäcker sind verschieden. Ein paar gute Motive die auch eindeutig als “gegen Rechts” verstanden werden können sind aber auch dabei.
@ Tom
” Es sind Vorstellungen von Anprüchen
auf einen schönes Leben in der Volksgemeinschaft. “Familie, Heimat, Arbeit”, so steht es auf NPD-Plakaten geschrieben.
Die Konsequenzen, die diese Ideen notwendig implizieren sind bekannt.
Sie sind und bleiben zutiefst menschenverachtend, jedem Prinzip freiem, gleichem und vernünftigem Menschsein gegenläufig.”
Jetzt schlägts dreizehn. Familie, Heimat,Arbeit sind zutiefst menschenverachtend? Sind dann alle Befreiungsbewegungen, die sich gegen fremde Unterdrücker gewehrt und für eine freie Heimat in der ihre Familien Arbeit haben, zutiefst menschenverachtend? Wie gehirngewaschen muß man eigentlich als Mensch sein, um auf solche Gedanken zu kommen? Was ist, wenn genau diese drei Sachen für mich das Prinzip von freiem, gleichem und vernünftigen Menschsein ausmachen? Und was für Konsequenzen implizieren sich daraus? Das ich mit meiner Familie in meiner Heimat leben und arbeiten möchte? Bin ich jetzt ein Nazi?
Gehts noch? Vielleicht solltest Du mal die Scheuklappen ablegen und mal wieder normal werden!
Du hast es doch selbst zitiert, aber vielleicht überlesen:
“Die Konsequenzen, die diese Ideen notwendig implizieren sind bekannt”
Die Konsequenzen: Abschiebung, Diskreminierung, Hetze, Rassenwahn etc.
Was ist daran frei?
Was ist daran gleich?
Was ist daran vernünftig?
Der Weg zu den Zielen der NPD ist gepflastert mit Leichen.
@zum Kotzen
Kotzen, kennst du Kontext!?
Dein Beitrag zeigt wieder, dass Nazis gar nicht mehr merken, wie sehr sie sich durch ihre Pseudo-Entrüstung outen. Tom schrieb` von “Volk und Rasse” (unter Bezug auf die Propaganda der NPD), und du “konterst”:
“Sind dann alle Befreiungsbewegungen, die sich gegen fremde Unterdrücker gewehrt und für eine freie Heimat in der ihre Familien Arbeit haben, zutiefst menschenverachtend?”
…Dass du mit deiner Familie in unserem Land leben und arbeiten möchtest, macht dich natürlich NICHT zum Nazi, aber dein Eintrag verrät es.
Man redet nur aber keiner traut sich es gibt nichts mer ohne gehwalt und deutschland geht vor die hunde es gibt kaum arbeit und kein geld aber der der unser land besudelt lebt von uns und plündert uns aus damals gabs ein spruch wir deutsche halten stehts zusammen und heudde kämpft jeder allein ums überleben und wir lassen es uns gehfallen ich rede frei nach meiner meinung es tuht mir nur im hertzen weh das man jeden tag sowas ansehn muss wir haben viele fehler gehmacht in der vergangenheit es muss etwas gehtan werden sons leben wir bald nur noch in der hölle
Du lebst bereits in einer intellektuellen Hölle.
im Hertzen Reihn, im Köpfchen leehr – und zwar ziemlich, hä? Oder ist deine Tastatur im Arsch??? Oh sorry, Tastatuhr
aber bei Leutchen wir dir kann man sich schon denken, dass sie ziemlich alleine dastehen. Liegt wohl an den vielen “h” und den wirren Ge(h!)danken auch.
Wie bitte??? “Neonazis tragen Che-Buttons, weil er für eine „Volksbefreiung“ gekämpft hat, die den Nazis nicht unsympathisch ist.”
Sorry, das ist ausgemachter Blödsinn.
[...] auch: „Heil Hitler“ darf ich als Linker sagen! Oder? Das Minderheitenquartett hat sich einen hohen Anspruch gesetzt: Es soll aufzeigen, wie [...]
Die Apfelfront war anfangs schon in Ordnung. Allerdings nur als begrenzte Aktion. Sobald es in Wiederholungsmuster verfällt, kopiert und geklont wird, fängt es an zu faulen. Kopien von Kopien von Kopien sind bald kaum mehr dechiffrierbar und lassen sich dann nur noch auf ihr Ursprungsmodell zurückführen. Das wären in diesem Fall die Nazis und Neonazis.
Sich immer wieder neu erfinden, Phantasie nutzen, unberechenbar und punktgenau handeln, Muster erkennen und ablegen: Kreativität ist der größte Trumpf gegen Faschismus, nicht die Schaffung neuer Schablonen.
“Das Konzept der niedrigschwelligen, ursprünglich durchaus witzigen Parodie auf die Nazis, ist an dem Tag gescheitert, als Jugendliche mit stolz geschwellter Brust und Apfelfront-Armbinde die Schule betraten.”
Quelle?? Nachgewiesener Bezug / Verbindung zur FdÄ?
So also funktioniert blogging. Dinge schreiben, die einem gerade gut in den Kram passen und die dann möglichst kontrovers diskutiert werden können. So ein Eintrag wird dadurch völlig überflüssig, dass die genaue Faktenlage gänzlich ungeklärt bleibt – und somit auch die Diskussion hinfällig wird…
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