Sorge vor Finanz-Chaos: Auch NPD-Wirtschaftsprüfer Müller gestorben

Der NPD droht weiteres finanzielles Ungemach. Neben der Ungewissheit über die Folgen durch den Tod von Kreditgeber Jürgen Rieger wurde nun bekannt, dass bereits im Mai dieses Jahres 2009 der langjährige NPD-Wirtschaftsprüfer Eberhard Müller verstorben ist. Das berichtete Der Spiegel. Müller hatte über Jahre hinweg wesentliche Anteile an der parteinahen «Deutsche Stimme Verlags GmbH» als Treuhänder für Dritte gehalten.

Um die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten, muss sich die NPD laut Spiegel jetzt darum bemühen, diese Anteile den tatsächlichen Besitzern abzukaufen. „Wir führen entsprechende Verhandlungen“, sagte NPD-Rechtsabteilungsleiter Frank Schwerdt dem Bericht zufolge. In seiner zuletzt veröffentlichten Bilanz habe der NPD-Verlag Verbindlichkeiten in Höhe von rund 635 000 Euro ausgewiesen.

Im Fall des ehemaligen Schatzmeisters der NPD, Erwin Kemna, hatte die Staatsanwaltschaft Münster auch Ermittlungen gegen die Wirtschaftsprüfer der NPD-Rechenschaftsberichte eingeleitet. Betroffen von den Ermittlungen war auch Eberhard Müller. Er hatte in den Jahren 1997 bis 2004 die NPD-Rechenschaftsberichte verfasst.

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