Rollkommando Babic: Anklage gegen NPD-Vize wegen Körperverletzung

Der stellvertretende Landesvorsitzende der NPD Rheinland-Pfalz, Safet Babic, muss sich laut Rhein-Zeitung demnächst wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Er soll sich Mitte Mai im Kommunalwahlkampf in Trier an einer Prügelei wegen abgerissener NPD- Plakate beteiligt haben, bei der ein 21-Jähriger krankenhausreif geschlagen wurde, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es sei „hinreichend wahrscheinlich“, dass Babic – nachdem er von den beschädigten Plakaten erfahren hatte – ein „Rollkommando“ zur Ergreifung und Bestrafung der drei Plakatabreißer zusammengestellt habe. Seit Juni sitzt Babic als Vorsitzender des Kreisverbandes Trier für die NPD im Trierer Stadtrat.

Zu der Schlägertruppe gehörten neben dem Landesvize zwei Mitangeklagte sowie vier bis sechs weitere Personen. Nachdem die Truppe das gesuchte Trio gefunden hatte, gelang zweien von ihnen die Flucht. Der 21-Jährige stürzte zu Boden und wurden mit Fäusten und Tritten malträtiert. Er erlitt mehrere Verletzungen, darunter eine Gehirnerschütterung. Erst als seine Hilferufe Nachbarn auf den Plan riefen, ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab, hieß es.

Am 05. Oktober 2009 meldete NPD-BLOG.INFO: Kriminelle Ausländer raus?

Kriminelle Ausländer raus! Das fordern NPD, DVU und Konsorten. Doch der NPD-Funktionär Safet Babic steht selbst in Verdacht, bei einer Schlägerei mitgemischt zu haben, wurde vorübergehend festgenommen. Und in in einem Video für den Kommunalwahlkampf gab er die Parole aus: “Schlagt zurück!” Gilt die Parole denn nun auch für Babic, der aus Bosnien stammt? Er gilt in Neonazi-Kreisen zumindest als umstritten. Die Jungen Nationaldemokraten begründeten seine Aufnahme in die Partei laut Wikipedia so: Babic verfüge über ein “äußerst nordische(s) Aussehen” und sei “viel mehr Deutscher als einige von uns”. Ausreichend Munition für die NDR-Satiresendung Extra 3. Viel Spaß!

Zudem legt die Staatsanwaltschaft Trier Babic einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und ein Vergehen der Volksverhetzung zur Last. Am 8. Mai habe er zu einer von ihm sogenannten Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof Trier aufgerufen, ohne vorher die zuständige Versammlungsbehörde informiert zu haben. Einen Tag später soll er auf der Homepage der NPD Trier eine Mitteilung über die Veranstaltung veröffentlicht haben, „in der er den Holocaust in einer den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllenden Weise verharmloste“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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