Außerordentlicher Programmparteitag: Reps stellen sich neu auf

Die rechtsradikalen Republikaner wollen sich erneut „neu aufstellen“, wie es so unschön heißt. Die Partei kündigte für 2010 einen außerordentlichen Programmparteitag an, auf dem ein vollständig neues Programm erarbeitet und beschlossen werden soll. „Wir nehmen das Heft in die Hand, um die freiheitlich-konservative Lücke in der Parteienlandschaft mit gebündelten Kräften überzeugend zu füllen“, sagte der Bundesvorsitzende der Republikaner Rolf Schlierer, der intern massiv in der Kritik steht.

Die „freiheitlich-konservative Lücke“ hat auch die DVU im Visier, wie groß diese Lücke allerdings wirklich ist und wie viele Personen aus dieser Lücke auf die Reps oder die DVU oder noch besser auf eine fusionierte „Die Rechte“ (inklusive NPD) warten, bleibt dabei zumeist unbeantwortet. Die Strategen spekulieren auf enttäuschte Unionswähler, die sich durch die gesellschaftspolitisch teilweise modernisierten CDU und CSU nicht mehr vertreten fühlen. „Wir müssen Antworten am Nerv der Zeit finden, um insbesondere die heimatlosen freiheitlichen und konservativen Wähler anzusprechen, die der Union in Scharen den Rücken kehren und bei der letzten Wahl ins Nichtwählerlager oder zur FDP abgewandert sind, von der sie bald genug wieder enttäuscht sein werden“, so Schlierer.

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Zur Vorbereitung des Parteitages will Schlierer nach eigenen Angaben auch externe Berater hinzuziehen und erste Gespräche mit möglichen Bündnispartnern führen. „Alles kommt auf den Prüfstand“, sagte Schlierer.

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