Wahlplakate nicht eingesammelt: NPD muss Rechnung begleichen

NPD-Plakate in Locknitz (Quelle: Maksymilian W.)
NPD-Plakate (Quelle: Maksymilian W.)

Bis zum vierten Oktober hatten die Partein offiziell Zeit, ihre Wahlplakate abzuhängen. Neun Tage später grüßen ihre Kandidaten mancherorts noch immer freundlich vom Laternenmast, berichten die Sächsische Zeitung. Die Kommunen nehmen daher die Aufräumarbeiten jetzt selbst in die Hand – die Rechnung zahlen die Partei. Nachdem sie die Parteien in einem Schreiben nochmals aufgefordert hatte, die Poster abzuhängen, beauftragte die Stadtverwaltung dem Bericht zufolge die Straßenaufsicht, den Job zu erledigen. 250 Stück haben die Mitarbeiter in Dresden schon entfernt. Pro Plakat kostet das im Schnitt 4,50 Euro. Wenn die Straßenaufsicht aufwändig mit einem Hubsteiger anrücken muss, steigen die Kosten auf zwölf Euro. Keine gute Nachricht für die NPD, die ihre Plakate in Sachsen besonders hoch hängte – und nach  Angaben der SZ deutlich häufiger dort ließ als andere Parteien.

In Riesa werde das besonders teuer, berichtet das Blatt. Denn hier erledige die Feuerwehr die Aufräumarbeiten. „Vorige Woche haben unsere Helfer noch 60 Plakate abgehängt. Und zwar nicht nur von der NPD, sondern quer durch alle Parteien“, sagt Stadtsprecher Uwe Päsler. Auch in Görlitz hatten die Betriebshof-Mitarbeiter erst am Wochenende den Großteil der Plakate eingeholt. Hier hatte die NPD mit antipolnischen Plakaten um Wählerstimmen gebuhlt.

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