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Bundeswehr-Studenten: 13 Prozent unterstützen “Neue Rechte”

10. Oktober 2009 11:33 1.376 mal gelesen 11 Kommentare

Studenten an einer Bundeswehr-Universität (Foto: Bundeswehr-Uni München)

Studenten an einer Bundeswehr-Universität (Foto: Bundeswehr-Uni München)

Eine Befragung an den Universitäten der Bundeswehr in München und Hamburg hat laut einem Medienbericht ergeben, dass 13 Prozent der Studenten Politikzielen der “Neuen Rechten” zustimmen. Der bislang unveröffentlichten Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr zufolge neigen diese Studenten rechtem und verfassungsfeindlichem Gedankengut zu, berichtet der SPIEGEL vorab. So sehen sie etwa die “nationale Identität Deutschlands durch die vielen Ausländer bedroht” und pflichten der Aussage bei, “eine starke Führungselite sollte den Weg Deutschlands” bestimmen.

Anlass zur Nachdenklichkeit bietet den Autoren der Studie auch die Tatsache, dass etwa die Hälfte der Studierenden “deutliche Zweifel an der Ausgestaltung unseres parlamentarischen Systems” erkennen lässt. Aufgrund der Ergebnisse stufte das Bundesverteidigungsministerium den Forschungsbericht als Gutachten ein und hält ihn unter Verschluss, berichtet das Magazin weiter.

Siehe auch: Interview mit Wolfgang Gessenharter

11 Kommentare »

  • Olaf said:

    Die Frage ist ja dann noch, wie die Schießwütigen dort unterrichtet werden. Und was wird ihnen beigebracht?

  • Bruder.lustk said:

    Niemand wird daran gehindert als Offizieranwärter zur Bundeswehr zu gehen. Wenn aber sich alle Linken und Liberalen dem entziehen, darf man sich nicht wundern.

  • Super-Ingo said:

    Mich überrascht das nicht.
    Man muss nur mal im StudiVZ gucken, was für Leute dort besonders stolz auf ihre Bundeswehrkarriere sind und wie ihr Profil ausschaut. Von der offen zur Schau getragenen rechtsextremen Einstellung bis hin zu völkisch-patriotischer Gesinnung ist alles vertreten.

  • ego said:

    Dabei hat der “Nazi-Fan”* Kurt Rossmanith doch unter Rühe festgestellt, dass es keine rechtsextremen Umtriebe in der Bundeswehr gäbe. Ich bin enttäuscht.

    *Rossmanith darf als gerichtlich abgesichert “Nazi-Fan” bezeichnet werden, da er in der Diskussion um die Dietl-Kaserne in Füssen (heute Allgäu Kaserne) gegen eine Umbenennung war, da Dietl ein Vorbild soldatischer und menschlicher Tugend gewesen sei.

  • Tweets that mention NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Bundeswehr-Studenten: 13 Prozent unterstützen “Neue Rechte” -- Topsy.com said:

    [...] This post was mentioned on Twitter by Michael Klarmann, Loop Hole and Michél. Michél said: "An den Unis d. #Bundeswehr in #München u. #Hamburg [stimmen] 13% d. Studenten Politikzielen der “Neuen Rechten” zu[...]." http://tr.im/BiRA [...]

  • Axel Mylius said:

    “Anlass zur Nachdenklichkeit bietet den Autoren der Studie auch die Tatsache, dass etwa die Hälfte der Studierenden “deutliche Zweifel an der Ausgestaltung unseres parlamentarischen Systems” erkennen lässt. Aufgrund der Ergebnisse stufte das Bundesverteidigungsministerium den Forschungsbericht als Gutachten ein und hält ihn unter Verschluss, berichtet das Magazin weiter.”

    Na ja, bei den:

    http://www.gfp-netz.de/netzseiten/

    …”Referenzen” und Referenten sollte die Studie durchaus weiter unter Verschluss bleiben… *lol* ;)

    Die Führungsakademie der Bundeswehr möchte sich ja auch nicht zu den vermittelten Inhalten ihrer einstigen Generale äußern – was ich verstehen kann: denn WIE sollte man sich dazu auch äußern?

    Der Herr General in illusterer Runde:

    http://www.gfp-netz.de/netzseiten/index.php?option=com_content&task=section&id=26&Itemid=168

    Und den gibt es ja auch noch – was macht der eigentlich?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_G%C3%BCnzel

    Vor ein paar Jahren “lungerten” die alle in einem “Berliner Kolleg” herum: http://www.staatspolitik.de/

    Ist aber eigentlich auch egal – wird auch “Verschlusssache” sein… ;)

  • p. neumann said:

    wenn wundert sowas bei leuten die blöde genug sind für ihr land ihre besten jahre und evtl ihr leben wegzuwerfen.

  • WW said:

    Die Bundeswehr schreitet dieser Entwicklung selbst voran, indem sie bis heute Kasernen nach vorbildlichen Nazis benennt. Eine Distanzierung von der Wehrmacht insgesamt findet nicht satt. Zwar verurteilt man deren Verbrechen, besinnt sich aber nach wie vor auf historische soldatische “Tugenden”, ohne die manches Verbrechen nicht möglich gewesen wäre. Die allzu späte Rehabilitierung von Deserteuren gibt dem ganzen schließlich einen poltitischen Rahmen.
    Außerdem kommen stark hierarchische Strukturen, ein System aus Befehl und Gehorsam und Waffengeilheit dem rechtsextremen Denken sicherlich sehr entgegen. Wer ein tiefes demokratisches, gar linkes Selbstverständnis besitzt und das Bild des “Staatsbürgers in Uniform” verinnerlicht hat, dem muss angesichts der Traditionspflege und des Umgangs in der Bundeswehr mitunter sehr übel werden. Wer sich dem nicht anpassen kann, der stößt auf Widerstände und geht lieber wieder.

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Studie: Bundeswehr-Studenten und die Neue Rechte said:

    [...] auch: Bundeswehr-Studenten: 13 Prozent unterstützen “Neue Rechte”, Interview mit Wolfgang [...]