Tausende demonstrieren gegen Neonazi-Aufmärsche

Knapp 1000 Menschen haben am 03. Oktober 2009 in Friedrichshafen gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert. Nach Angaben des Südkuriers forderten mehrere Redner ein Verbot der NPD. „Wir möchten dem Oberbürgermeister Andreas Brand danken dafür, dass er ein klares Verbot gegen den Nazi-Aufmarsch ausgesprochen und damit ein politisches Signal gesetzt hat“, sagte den Angaben zufolge der Regionalgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Gottfried Heil. Es war die erste Kundgebung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, in dem Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Vereinen zusammenarbeiten. Das Bündnis hatte binnen zehn Tagen die beiden Kundgebungen auf dem Fridolin-Endraß-Platz und später auf dem Adenauerplatz in der Stadtmitte sowie den Protestzug durch die Stadt organisiert. Zudem riefen Autonome Antifaschisten zu Protesten gegen die Neonazi-Kundgebung auf.  Die Polizei kesselte rund 150 Personen ein und nahm etwa 15 fest.

„Nicht einmal einen SA-Marsch verbieten“

In Regensburg protestierten etwa 7000 Menschen gegen einen extrem rechten Aufmarsch, an dem etwa 100 Personen teilnahmen. „Kein Platz für Neonazis und Rassismus in Regensburg“ lautete der Aufruf, unter dem sich 25 Organisationen zusammengefunden hatten. Die Initiatoren zeigten nach Angaben von Regensburg-digital Verständnis dafür, dass die Stadt keinen Verbotsversuch unternommen hatte. Angesichts der „absurden Rechtsprechung“ des Bundesverfassungsgerichts habe die Stadt kaum Chancen, sagte Andreas Schmal. „Mittlerweile könnte man vermutlich nicht einmal mehr einen Aufmarsch der SA verbieten.“

Zu dem Neonazi-Aufmarsch war unter anderem über die Neonazi-Seite Freies Netz Süd mobilisiert worden. Organisator war unter anderem der NPD-Funktionär Willi Wiener aufgetreten.

2 thoughts on “Tausende demonstrieren gegen Neonazi-Aufmärsche

Comments are closed.