Haftbefehl wegen Mordversuchs nach rassistischem Angriff in Berlin

Das Amtsgericht Tiergarten hat Haftbefehl gegen einen 26-Jährigen sowie einen 30-Jährigen und eine 24 Jahre alte mutmaßliche Komplizin wegen eines Angriffs auf zwei iranische Staatsangehörige erlassen. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, habe sich die brutale Attacke auf dem U-Bahnhof Rehberge zugetragen. Die vierköpfige Gruppe hat den Anschuldigungen zufolge die beiden Männer zunächst rassistisch beleidigt. Der 26-Jährige habe dann mit einem Teleskopschlagstock auf sie eingeschlagen und dem bewusstlos am Boden liegenden 60 Jahre alten Opfer gegen den Kopf getreten. Beide Männer wurden ins Krankenhaus transportiert.

Bei dem 55-Jährigen diagnostizierten die Ärzte eine Schulterfraktur, die operiert werden musste. Die Polizei konnte unmittelbar nach der Attacke den 30-Jährigen und die 24-jährige Frau festnehmen. Durch Zeugenaussagen und die Auswertung von Aufnahmen aus der Überwachungskamera wurden später der 26-Jährige sowie die 30-Jährige identifiziert.
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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging gegen den mutmaßlichen Haupttäter Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Gegen den 30-Jährigen und die 24-Jährige wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung angeordnet. Nach Angaben von Staatsanwaltschaftssprecher Martin Steltner seien die Beschuldigten polizeibekannt.

Siehe auch: Rathenow: Brutale Attacke von Neonazis?, Mindestens 56 rechtsextreme Gewalttaten im Juli, “143 Todesopfer durch Rechtsextremismus seit 1989″