Dokumentation: „NPD-Bekanntmachung des Ausländerrückführungsbeauftragten“

Die Berliner NPD versucht, ihren lahmen Wahlkampf mit einer derben Provokation doch noch in Schwung zu bringen – und hat sich prompt ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft eingehandelt. Nach Medienberichten ist am 22. September 2009 die Parteizentrale der Neonazi-Partei in Berlin durchsucht worden. Zuvor hatte die NPD – wie berichtet – einen Brief an mehrere Politiker mit Migrationshintergrund geschrieben. Den Angeschriebenen wird verkündet, sie hätten Deutschland zu verlassen. Das zweiseitige Schreiben, in der “Ihr Ausländerrückführungsbeauftragter informiert”, haben unter anderem türkischstämmige Bundestagskandidaten per Post an ihre Privatadresse erhalten. Es solle sie “mit den Einzelheiten Ihrer Heimreise” vertraut machen, heißt es darin.

npdbekanntmachungNPD-BLOG.INFO dokumentiert das Schreiben der NPD.

Trotz der Aufmerksamkeit, die die Neonazi-Partei mit ihrer rassistischen Hetz provozieren konnte, steht die NPD in Berlin offenbar vor einem Scherbenhaufen.

Siehe auch: NPD-Wahlkampf: Größenwahn und rassistische Hetze, NPD-Wahlkampf: Weiter Hetze gegen einzelne Personen,Gericht: Polenfeindliche NPD-Plakate volksverhetzend, NPD scheitert mit Antrag gegen Regenbogenfahne, Berliner NPD-Chef Hähnel erneut zu Geldstrafe verurteilt, Berlin: Hohe Fluktuation bei NPD und deutlich mehr rassistische Gewalttaten, Antifa-Gruppe: “Hähnel hat nie in Berlin gewohnt”, MVP: “Wir haben ein anderes Menschenbild”

21 thoughts on “Dokumentation: „NPD-Bekanntmachung des Ausländerrückführungsbeauftragten“

  1. Das ist zumindest mal eine sinnvolle Maßnahme der NPD.
    Mangels Intellekt, wird diese die Durchführung allerdings nie erreichen.
    Der Plan sollte von anderen Parteien aber dringend aufgegriffen werden.

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