NPD-Wahlkampf: Größenwahn und rassistische Hetze

Die Berliner NPD versucht, ihren lahmen Wahlkampf mit einer derben Provokation doch noch in Schwung zu bringen – und hat sich prompt ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft eingehandelt. Wenige Tage vor der Bundestagswahl schickte einem Bericht des Tagesspiegels zufolge die Neonazi-Partei einen Brief an mehrere Politiker mit Migrationshintergrund. Den Angeschriebenen wird verkündet, sie hätten Deutschland zu verlassen. Das zweiseitige Schreiben, das wie eine amtliche „Bekanntmachung“ aufgemacht ist, in der „Ihr Ausländerrückführungsbeauftragter informiert“, haben unter anderem türkischstämmige Bundestagskandidaten per Post an ihre Privatadresse erhalten. Es solle sie „mit den Einzelheiten Ihrer Heimreise“ vertraut machen, heißt es darin.

Hetze gegen alle, die die Neonazis als "fremd" definieren. (Foto: Marek Peters)
Hetze gegen alle, die die Neonazis als "fremd" definieren. (Foto: Marek Peters)

Die NPD bestätigte, den Brief am Wochenende verschickt zu haben. Der Briefumschlag kam ohne Absender, als Verantwortlicher wird allerdings der Berliner NPD-Chef Jörg Hähnel aufgeführt. Die Staatsanwaltschaft reagierte rasch: Nach Prüfung des Pamphlets leitete sie am 21. September 2009 ein Ermittlungsverfahren gegen Hähnel ein. Es gebe den Anfangsverdacht auf Volksverhetzung, sagte der Leiter der Staatsschutzabteilung, Oberstaatsanwalt Michael von Hagen, dem Tagesspiegel.

„Fünf-Punkte-Plan“ der NPD

Die „Bekanntmachung“, die laut Hähnel demnächst auch bei anderen Einwanderern im Briefkasten landen wird, soll offiziell klingen: Gemäß einem „Fünf-Punkte-Plan“ würden „Ausländer schrittweise in ihre Heimatländer zurückgeführt“, Auszahlungsansprüche aus der Sozialversicherung würden zwar bestehen, allerdings sollten sich die Betroffenen „schon jetzt“ um Unterkunft und Arbeit in den Heimatländern kümmern.

Der Grünen-Politiker Özcan Mutlu ärgerte sich über die postalische Belästigung vom Samstag. „Die haben immer noch nicht verstanden, dass dieses Land auch unser Land ist“, sagte Mutlu. Er erhalte oft E-Mails und Drohbriefe von Rechtsextremen, daran habe er sich leider gewöhnt. Diesmal, so befürchtet er, könnten Einwanderer erschreckt sein, die nicht erkennen, dass der NPD-Brief „eine billige Wahlkampfmasche ist“, ohne irgendeine rechtliche Grundlage.

Spitzname „Hähnchen“ 

Der auch in der eigenen Partei umstrittene NPD-Landeschef Hähnel (interner Spitzname „Hähnchen“) ist schon vor dem Brief zweimal mit der Justiz aneinandergeraten: Im Juli bestätigte zunächst das Landgericht eine Verurteilung durch das Amtsgericht Tiergarten. Hähnel hatte im Dezember 2007 in einer Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg, der er seit drei Jahren angehört, den 1919 von Soldaten verübten Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gebilligt. Das Landgericht setzte allerdings die Geldstrafe herab. Wenige Tage später kam das nächste Urteil: Das Amtsgericht verhängte eine weitere Geldstrafe, weil Hähnel im November 2008 Mitglieder der BVV Lichtenberg mit dem Spruch beleidigt hatte, „wer dem Wort Integration zustimmt, muss sich auch gefallen lassen, als Verbrecher bezeichnet zu werden“. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Senatssprecher Richard Meng bewertet die nun von Hähnel verschickten Briefe als „widerlich“ und „unanständig“. Er könne nur raten, die Schreiben direkt in den Papierkorb zu werfen. Die neue Provokation ist offenkundig Teil einer Strategie der NPD, im Superwahljahr um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erringen. So hetzte die NPD in Thüringen gegen einen schwarzen Kommunalpolitiker der CDU, in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern setzen die Neonazis auf polenfeindliche Propaganda.

Siehe auch: NPD-Wahlkampf: Weiter Hetze gegen einzelne Personen,Gericht: Polenfeindliche NPD-Plakate volksverhetzend,  NPD scheitert mit Antrag gegen Regenbogenfahne, Berliner NPD-Chef Hähnel erneut zu Geldstrafe verurteilt, Berlin: Hohe Fluktuation bei NPD und deutlich mehr rassistische Gewalttaten, Antifa-Gruppe: “Hähnel hat nie in Berlin gewohnt”, MVP: “Wir haben ein anderes Menschenbild”

9 thoughts on “NPD-Wahlkampf: Größenwahn und rassistische Hetze

  1. Apropos Größenwahn:

    Wie sich ein „JLO“,- NPD,- und „GfP“-Holocaustleugner und Achmadinedschad-Fan als Bock zum Gärtner erklärt.

    Das rassistische und antisemitische „Ur-Gestein“ C. Nordbruch und sein „Andersdenken“…

    Bezeichnendes aus seiner Feder – und für mich ein „Ritterschlag“. 😉

    p.s. Wieder etwas lang, sorry! :)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:24:47 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    info@bka.de
    Betreff: Claus Nordbruch, Björn Clemens, die „JLO“, „Altermedia“ und das LKA Sachsen. – Hinweisschreiben an das Bundeskriminalamt.

    An das
    Bundeskriminalamt

    Axel Mylius
    Schwarzmeerstr. 25/714
    10319 Berlin
    Tel.: (030) 513 87 82
    a.mylius@gmx.net

    Betreff:

    Claus Nordbruch, Björn Clemens, die „JLO“, „Altermedia“, das LKA Sachsen etc.

    http://de.altermedia.info/general/claus-nordbruch-der-%C2%BBfreischaffende%C2%AB-denunziant-alltag-im-60-bundesdeutschen-lebensjahr-18-09-09_35414.html

    http://www.nordbruch.org/artikel/aFreizeitdenunziant.html

    ___________________________

    Wehrte Damen und Herren,

    Entgegen einem Herrn Claus Nordbruch, der sich wie o.g. zum diffamierten „Andersdenkenden“ stilisiert, und dabei den Eindruck erweckt, sich auf einen Herrn Keller vom LKA Sachsen berufen zu können, der durch meine Person augenscheinlich wohl auch „diffamiert“ wurde, möchte ich doch noch einmal „kleinlaut“ u.A. auf meine Schreiben bzgl. der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland e.V“ sowie um den Umgang mit Diesen verweisen…

    Sofern also Herr Nordbruch der Ansicht ist, unter Bezugnahme auf diverser Strafanzeigen seitens meiner Person, das Zepter für Herrn Clemens, Herrn Horst Mahler, Herrn Herbert Schweiger und sonstige „JLO“-Referenten und „Andersdenkende“ zu schwingen, unter dem Verweis auf jenen Herrn Keller – der augenscheinlich auch zum „Opfer“ meiner bösen „Gutmenschen-Kampagne“ wurde -, so würde ich doch das BKA bitten, sich an das LKA Sachsen und/oder die StA Berlin zu wenden, um meinen augenscheinlichen „Verleumdungen“ von „Andersdenkenden“ (u.A. dem Holocaust-„Judenfragen“-Freak Nordbruch) Einhalt zu gebieten: Mit einer Strafanzeige!

    Wo kommen wir denn da hin, wenn solche „Gesinnungsjuden“ und „Rotfaschisten“ wie der Herr Mylius, die deutschen Behörden mit einem „Tugendterror“ belästigen, um „Andersdenkende“ an ihrer „Meinungsfreiheit“ (speziell unter http://de.altermedia.info/) zu hindern …

    Wenn ich also erneut „Anfragen“ zu „PCrecord“ http://www.pc-records.de/(gleich meinen Hinweisen zur „JLO“) an die „Auswertungsstelle für rechtsextremistische Schriften und Tonträger beim Landeskriminalamt Sachsen“, und somit an Herrn Keller, richte, so verlange ich entweder eine sachbezogene Antwort – oder eine Strafanzeige wegen „Tugendterrorismus“!

    Mit freundlichen Grüßen

    Mylius

    ________________________________

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:09:34 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    pub-assis@berlin.mfa.gov.il
    Betreff: Fwd: (informatives Schreiben) Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:08:46 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    ambsec@berlin.mfa.gov.il
    Betreff: Fwd: (informatives Schreiben) Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:07:43 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    IS3@bmi.bund.de
    Betreff: Fwd: (informatives Schreiben) Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:07:02 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    IS2@bmi.bund.de
    Betreff: Fwd: (informatives Schreiben) Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:06:01 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    lkapraev@polizei.berlin.de
    Betreff: Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 21 Sep 2009 21:05:14 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    poststelle@sta.berlin.de
    Betreff: Az.: 81 Js 2510/07 – Die anhaltende Volksverhetzung des Herrn Claus Nordbruch (s. meine Strafanzeige vom 11. Juni 2007)

    An die
    Staatsanwaltschaft Berlin
    poststelle@sta.berlin.de

    An das
    Landeskriminalamt Berlin
    lkapraev@polizei.berlin.de

    Unter Weiterleitung an:

    IS2@bmi.bund.de
    IS3@bmi.bund.de
    poststelle@bmj.bund.de
    info@bmj.bund.de

    ambsec@berlin.mfa.gov.il
    pub-assis@berlin.mfa.gov.il

    Axel Mylius
    Schwarzmeerstr. 25/714
    10319 Berlin
    Tel.: (030) 513 87 82
    a.mylius@gmx.net

    Berlin, den 21. September 2009

    Az.: 81 Js 2510/07 (StA Berlin)

    Betreff:

    Die anhaltende Volksverhetzung durch Herrn Claus Nordbruch, u.A. unter:

    http://www.nordbruch.org

    Bezug:

    Die augenscheinlich weiterhin anhaltende Unauffindbarkeit des Herrn Claus Nordbruch

    ___________________________

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Mit Schreiben vom 29.08. 2007, teilte mir die Staatsanwaltschaft Berlin mit, dass das Ermittlungsverfahren gegen Herrn Nordbruch (u.A. wegen des Verdachts der Volksverhetzung) nicht fortgesetzt werden kann, da für den Beschuldigten kein Aufenthaltsort im Bundesgebiet bekannt ist.

    Nach meiner Strafanzeige vom 11. Juni 2007, siehe o.g. Aktenzeichen, teilte mir überdies der sachbearbeitende Staatsanwalt mit, dass zur Ermittlung des Aufenthaltsortes die erforderlichen Maßnahmen getroffen wurden; ich wurde weiterhin gebeten – sofern auch ich Kenntnis von seinem (Nordbruch‘ s) Aufenthalt erhalte -, mich an die StA Berlin zu wenden. (Siehe Schreiben vom 29.08. 2007 / Az.: 81 Js 2510/07 / StA Berlin)

    Mit Schreiben vom 6. September 2007 und 4. April 2008, wandte ich mich mit Hinweisen an die Staatsanwaltschaft Berlin, da die Volksverhetzungen unter http://www.nordbruch.org nicht nur anhielten bzw. weiterhin anhalten, sondern Herr Nordbruch überdies auf seiner Internetseite weitere Artikel publizierte: unter seinem Hinweis auf diverse Verlagshäuser. – In diesem Zusammenhang verwies ich u.A. auf http://www.nordbruch.org/artikel.html
    „Der alliierte Raubzug durch die deutsche Schaffenskraft“ (erschienen ©2008 Die Aula, http://www.dieaula.at/)

    …oder auf „Machtfaktor Zionismus“, erschienen bei „Grabert“ (http://www.grabert-verlag.de/)
    http://www.hohenrain.de/grabertverlag/index.php?cPath=21&sort=2a&page=5&osCsid=a8dbcae86e978312752ca0d322491fce

    …ebenso auf http://www.hohenrain.de/grabertverlag/product_info.php?products_id=198 („Judenfragen“).

    Im Kontext der Fragestellung nach Nordbruch‘ s Aufenthaltsort, führte ich am 4. April 2008 u.A. Folgendes an:

    (…)

    I. Herr Nordbruch wird – mutmaßlich – durch den „Grabert-Verlag“ für seine aktuelle Publikation bezahlt, es dürfte also Kontobewegungen bzw. Auskünfte durch den „Grabert-Verlag“ geben.

    II. Auch das publizistische Periodika „Die Aula“ verfügt über ein Impressum und wäre wohl zu Nordbruch‘ s aktuellen Seminaren und/oder Aufsätzen anfragbar. Daß „Die Aula“ ihren Sitz in Österreich hat, dürfte die deutschen Strafverfolgungsbehörden (anhand der Rechtslage und Hilfeabkommen zwischen Deutschland und Österreich) nicht weiter behindern.

    III. Claus Nordbruch referierte mehrmals für die „JLO“ („Junge Landsmannschaft Ostdeutschland e.V.“, http://www.jlosachsen.de), und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem bereits der neonazistische Multiaktivist Björn Clemens im Vorstand der „JLO“ saß und gleichfalls Lesungen seiner, inzwischen ebenso in „Die Aula“ erschienenen, Lyriken abhielt. (http://www.schwarze-fackel.de/html/schwarze_fackel.html). Durch die Vernetzungen der „JLO“ sowie durch das juristische Engagement des RA Clemens für das „Verlags- und Medienhaus Hohenberg OHG“ – wo inzwischen Nordbruchs aktuelle Publikation auf der Front-Page beworben wird http://www.weltnetzladen.com/ -, sehe ich ebenso Ansprechpartner für die Polizei. (…), Zitat Ende.

    Anhand des weiteren Verbleib von http://www.nordbruch.org und somit sämlichen vermittelten Inhalten, muß ich davon ausgehen bzw. mutmaßen, dass Herr Nordbruch auch weiterhin nicht, seitens der Staatsanwaltschaft Berlin und im Rahmen des Verfahrens, befragt und/oder angeschrieben werden konnte. Dass das Verfahren eingestellt wurde, ist mir nicht bekannt.

    Im Rahmen der Bearbeitung der Strafanzeige und der mutmaßlich anhaltenden Fragestellung seitens der StA Berlin nach dem Aufenthaltsort des Herrn Nordbruch, möchte ich erneut auf die benannten Verlagshäuser Bezug nehmen, von denen anzunehmen ist, dass sie sachdienliche Aussagen zum Aufenthaltsort des Herrn Nordbruch machen können bzw. ggf. müssen.

    Da der persönliche Internetauftritt des Herrn Nordbruch weiterhin, unter der Bewerbung durch die gesamte NS-Bewegung Deutschlands, abrufbar und einsehbar ist, gebe ich noch einmal in Auszügen die Strafanzeige wieder.

    Von der StA Berlin erbitte ich angesichts der weiterhin vermittelten Inhalte um Hinweise zum Stand der Ermittlungen, und vom LKA Berlin erbitte ich (sofern das Verfahren durch die StA Berlin nicht eingestellt wurde) um weitere Veranlassungen hinsichtlich der Lokalisierung des Aufenthaltsortes des Herrn Nordbruch. Sofern das Verfahren eingestellt wurde, hätte ich – als Anzeigenerstatter – gerne einen Hinweis bzw. ein gesondertes Schreiben seitens der Staatsanwaltschaft Berlin.

    Desweiteren beschwere ich mich hiermit, dass es offensichtlich zu keiner sachdienlichen Einbindung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (oder einem seiner Landesämter) kam, die – wie in meiner Strafanzeige bereits betont – seit Jahren um die Aktivitäten und NS-Netzwerke des Herrn Nordbruch in Kenntnis sind! Es ist ja nahezu Grotesk, einen Herrn Nordbruch nicht ausfindig machen zu können, der als Stammgast bei der NPD, der JLO, der GfP usw. ein- und ausgeht. – Da mache ich mich ja mit meinen Hinweisen allmählich Lächerlich.

    Berlin, den 21. September 2009

    Mit freundlichen Grüßen

    Mylius

    ___________________________

    Axel Mylius
    Schwarzmeerstr. 25/714
    10319 Berlin
    Tel.: (030) 513 87 82
    a.mylius@gmx.net
    (Geburtsdatum: 04.12.1961)

    Berlin, den 11. Juni 2007

    Anzeige

    Ich erstatte Strafanzeige gegen den neonazistischen Publizisten und Autor Dr. Claus Nordbruch.

    Die Anzeige basiert auf meiner Kenntnisnahme der durch Herrn Nordbruch vermittelten Inhalte innerhalb seiner Online-Präsenz:

    http://www.nordbruch.org

    …sowie aller weiterführenden Verweise und Verlinkungen, die seitens Herrn Nordbruch innerhalb seiner Online-Präsenz gesetzt wurden.

    Ich halte die aktionsorientierte Propaganda seitens Herrn Nordbruch für Straftatsbestände i. S. d. §§ 130, 130a, 86, 86a, 166 StGB (dargebracht unter der o.g. url. sowie auf dutzenden Seminaren), sowie für Vergehen i. S. d. §§ 7, 4 JuSchG/JMStV (anhand seiner rassistischen Schulungen vor Jugendlichen, u.a. „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland e.V.“/ JLO).

    Die ideologische, weltanschauliche und auf dem sog. „Heidnischen Brauchtum“ der Nationalsozialisten basierende Propaganda (auf die Herr Nordbruch nachweislich Bezug nimmt), einhergehend mit der Leugnung- bzw. Relativierung des Holocaust, die vorbehaltlose Verherrlichung des „III. Reiches“, die Versuche einer pseudo-wissenschaftlichen „Endjudaisierung des Christentums“, sowie antisemitische Verschwörungstheorien, werden durch Herrn Nordbruch nicht nur im Internet und unter anderem vor der „JLO“ verbreitet, sondern u.a. gezielt an die Iranische Regierung herangetragen, die sich ebenso nachweislich dieser Propaganda bedient und sie zur Legitimierung eines mehrfach propagierten Angriffs- und Vernichtungskrieges gegen Israel und zur propagandistischen „Aufrüstung“ ihrer im Libanon, dem Irak und im Gaza-Streifen operierenden „Hizb’allah-Märtyrer“ benutzt.

    Zur Verbreitung dieser Propaganda innerhalb der „Hizb’allah“ fungiert Mohammad Ali-Ramin, Korrespondent des IRIB und Mitausrichter der sog. „TEHRAN HOLOCAUST CONFERENCE“. Herr Nordbruch, der im Vorfeld und in Abstimmung mit seinem neonazistischen Klientel, diese „Veranstaltung“ massiv beworben hat, setzte innerhalb seiner Page mehrere Verlinkungen in den Iran, zur „Hizb’allah“ und zum IRIB. – Mohammad Ali-Ramin (der wegen seinen extremistischen Bestrebungen einem Einreiseverbot nach Deutschland unterliegt) wird innerhalb der Nordbruch-Page explizit benannt. Ich erstatte daher ebenfalls Anzeige wegen Unterstützung von Straftaten i. S. d. §§ 6, 7, 8 VStGB.

    Um näher die Gründe für meine Anzeige veranschaulichen zu können, liegen folgende Ausdrucke bei:

    – ein Ausdruck der Grundsatzaussagen von Herrn Nordbruch, in denen er sich eindeutig zum Sozialdarwinismus bekennt, den er in sog. „heidnischen Völkern“ zu erkennen glaubt. So wie sein Freund Jürgen Rieger, lehnt er das Christentum ab und propagiert (im Gesamtkontext seiner Aussagen) ein sog. „heidnisches Brauchtum“ nach NS-Lesweise, Zitat: „Schon in vorchristlicher Zeit haben heidnische Völker zwei oberste Grundsätze im Leben erkannt: Achte die Naturgesetze und nimm dein Leben selbst in die Hand. (…), Zitat Ende.
    Umgehends nach diesen Aussagen, geht Nordbruch zur Vermittlung seines Feindbildes über: Es sei ein „Tugendterror in Deutschland und geistige Gleichschaltung“, die sich im Widerstand gegen den Neonazismus und in dem Gedenken an die Opfer des „III. Reiches“ manifestieren würden. (…) ( Eine Seite, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s.: http://www.nordbruch.org/aphorismen.html );

    – weiterhin liegt meiner Anzeige ein Ausdruck bei, in dem sich Herr Nordbruch (unter der Überschrift: „Von was die Deutschen 1945 befreit wurden“) der Wirtschafts- und Sozialpolitik des „III. Reiches“ widmet. Unter den Kapiteln:
    – „Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten“
    – „Vollbeschäftigung!“
    -„Volksgemeinschaft, soziale Verantwortung und „Kraft durch Freude“
    -„Wunderbarer Wandel im Denken“
    …und ohne Heranziehung vergleichender Studien, kommt es zu einer unverschämten revisionistischen Verherrlichung des NS-Regimes, das zum „völkischen“ Arbeiterparadies verklärt wird. Während in aktuellen und allen anderen seriösen Studien explizit auf die „Vernichtung durch Arbeit“, die Ankurbelung der Rüstungsindustrie im Jahre 1934 durch die Zielstellung Hitlers nach „dem Raum im Osten“, die Lage der Zwangsarbeiter, usw. eingegangen wird, gab es für Dr. Claus Nordbruch nicht nur keinen Holocaust, sondern ebenfalls keinen Angriffskrieg und schon gar keine nennenswerten wirtschaftlichen Vorbereitungen auf den selbigen. Nordbruch bezeichnet es sogar als „Geschichtslüge“, daß eine Vollbeschäftigung erstrangig durch die Ankurbelung der Rüstungsindustrie erfolgte. Noch Perverser wird es, wenn sich Nordbruch über „Sport“, „geistige Hygiene“ und zum KdF ausläßt. (7 Seiten, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s.: http://www.nordbruch.org/artikel/aBefreiung.html );

    – ebenfalls liegt die komplette Übersicht der Artikel, Reden und Aufsätze bei. Unter der dreisprachigen Bewerbung seiner Volksverhetzung (dt., english, africaans), befindet sich ein Sammelsurium revisionistischer, antisemitischer, eplizit burisch-rassistischer, verfassungsfeindlicher, die „völkische“ Doktrin der NSDAP, der NPD, der DVU, diverse Holocaust-Leugner (u.a. Zündel, Töben, Irving), von Herrn Rennicke sowie des vorgeblich „antizionistischen“ Iran verherrlichende Ergüsse. (5 Seiten, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s. auch http://www.nordbruch.org/artikel.html );

    – der Ausdruck einer Unterseite mit dem Namen „Aus fremder Feder“. Unkommentiert beläßt es Herr Nordbruch auch hier wieder Herrn Dr. Fredrick Töben, Ernst Zündel, Frank Rennicke, Gerhard Frey, Dr. Machmud Achmadinedschad, Germar Rudolf, Rigolf Hennig und Anderen, über den Iran, die „Holocaust-Industrie“, die „Holocaust-Lüge“, das „Political Asylum for Germar Rudolf“ und das sog. „Institute Adelaide“ zu dozieren. Für diese Ausführungen werden augenscheinlich auch Historiker wie Herr Baring herangezogen, der in den deutschen Medien keinen Hehl aus seiner Sichtweise auf die vorgebliche „Umerziehung“ der Deutschen und einem Grundgesetz macht, das uns da vorgeblich, Zitat: „eigentlich von den Alliierten aufgedrängt wurde.“
    Zwischen den irrationalen, revisionistischen und neonazistischen Hetztiraden eines DVU-Chef Frey, von Achmadinedschad, Töben, Moishe Arye Friedman und Rennicke, liest es sich schon befremdend, wenn Claus Nordbruch Herrn Baring über eine „neue energische Bürgerbewegung“ philosophieren läßt.(3 Seiten, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s. auch http://www.nordbruch.org/fremdefeder.html );

    – ein Ausdruck der Titel seiner Publikationen, die Herr Nordbruch im Internet anbietet, namentlich:

    – „Der deutsche Aderlaß“
    – „Der Hereroaufstand 1904“
    – „Der Angriff“
    – „Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwestafrika?“
    – „Judenfrage“
    (…) (2 Seiten, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s. auch http://www.nordbruch.org/shop/shop.html ) Zum „Der deutsche Aderlaß“ und zu „Judenfrage“ sei angemerkt, daß deren Vertrieb überwiegend und nachweislich über neonazistische Online-Anbieter verläuft;

    – ein Ausdruck der Unterseite „Ein Gruss geht um die Welt“. Durch die willkürliche Aneinanderreihung von diversen Photos, möchte Herr Nordbruch offenbar darlegen, daß der Hitlergruß, bzw. der abgewandelte sog. „Kühnen-Gruß“, weltweite Normalität wären und nur Deutschland ein „gebrochenes“ Verhältnis zu diesem Gruß hätte. Es ist dem Großteil der Photos zu entnehmen, daß kein Hitlergruß vorliegt, und wenn sich Herr Nordbruch als Quelle für die Photos überwiegend der Postille „Nation & Europa“ bedient, dann ist auch dies ein Zeichen für seine antisemitischen, revisionistischen und volksverhetzenden Bestrebungen. (5 Seiten, Ausdruck erfolgte am 08.06.2007, s. auch http://www.nordbruch.org/photogalerie/pGruss.html )

    Ich setze bei der Bearbeitung der Strafanzeige eine Online-Sichtung seitens des sachbearbeitenden Juristen voraus, da ich innerhalb meiner Anzeige nicht alle Aspekte darlegen bzw. seitenweise zitieren kann.
    Die vermittelten Inhalte seitens Herrn Nordbruch halte ich (wie bereits o.g.) für volksverhetzend, jugendgefährdend, verfassungsfeindlich und sich gegen die Völkerverständigung richtend. Sollte der sachbearbeitende Jurist (…) weitere – darüber hinausgehende – Straftaten lokalisieren, bitte ich selbstverständlich um ein weiteres juristisches Vorgehen.

    Es bleibt mir auch bei dieser Strafanzeige schleierhaft, warum ich sie eigentlich erstatten muß. – Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist seit Jahren über die Aktivitäten von Dr. Claus Nordbruch in Kenntnis: Wie eine dermaßen offene Leugnung des Holocaust und Hofierung der Iranischen Vernichtungs- und Verschwörungsphantasien weiterhin anhalten kann, bleibt mir vollkommen unverständlich. – Auch in diesem Fall scheint §§ 20, 21 BverfSchG auf der Strecke geblieben zu seien…

    Zum Zeitpunkt meiner Anzeige sind alle von mir benannten Online-Seiten aktiviert und abrufbar; ich bin weder Jurist, Journalist, war-bzw. bin weder Mit/Zuarbeiter einer Sicherheitsbehörde etc.

    Berlin, den 11. Juni 2007

    Axel Mylius

    ____________________

    Staatsanwaltschaft Berlin

    Berlin, 29.08. 2007

    81 Js 2510/07

    Sehr geehrter Herr Mylius,

    auf Ihre Anzeige vom 11. Juni 2007 gegen Claus Nordbruch wegen des Verdachts der Volksverhetzung teile ich mit, dass das Verfahren zur Zeit nicht fortgesetzt werden kann, da für den Beschuldigten kein Aufenthaltsort im Bundesgebiet bekannt ist.

    Die zur Ermittlung erforderlichen Maßnahmen habe ich getroffen. Falls Sie Kenntnis von seinem Aufenthalt erhalten, bitte ich um Nachricht zu der oben angegebenen Geschäftsnummer.

    Mit freundlichen Grüßen

    ______________________
    ______________________

  2. Wenn man keine Inhalte hat, dann muss man eben mit Skandalen Aufsehen erregen.
    Damit begibt sich die NPD auf den Kurs der quasi-ausgestorbenen Republikaner, welche ihr Wahlprogramm auch immer auf einen einzigen Punkt – Ausländer raus in diversen Varianten – beschränkten und damit stets erfolglos blieben. Außerdem hat man zuletzt gelegentlich auch wieder das uralte Motiv der DVU „Wir gegen die Bonzen da oben“ bemüht, das dieser auch nie viel weiter half. Die NPD muss verzweifelt sein, wenn sie auf solche platten Kampagnen setzt.

  3. Hallo Antifa,

    ich würde mich gerne am Kampf gegen Rechts beteiligen.

    Zunächst habe ich eine grundsätzliche Frage:

    Wollen Sie den Kampf gegen Rechts, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?

    Wenn dem so ist, bin ich dabei. Wollt schon immer mal den kastrierten Bullen so richtig auf die Fresse hauen.

    Nun zu den Details:

    Wo und wie kann ich mich am Kampf gegen die rechten Verbrecher, die nicht hierhingehören, beteiligen?

    Was muss ich selbst mitbringen (Axt, Molli, Machete, Baseballschläger) oder stellt Ihr SPD-Ortsverein die Mittel?

    Was ich auch noch wissen müsste:

    Gibt es in Ihrem Ortsverein eine Liste mit allen Rechten, die bekanntlich Verbrecher sind und nicht hierhingehören (Bullen, Lehrer, Schäferhundebesitzer, Nazirentner)? Haben Sie vielleicht sogar die Adressen dieser Leute? Oder Fotos?

    Was ist mit den Angehörigen der Rechten?
    Sollen wir die am Leben lassen?
    Was meinen Sie? Was meint Ihr Ortsverein? Wie siehts mit den scharfen blonden Keulen aus von diesen Nazis?

    Und: Haben Sie schon Lager eingerichtet?
    Wenn nein, mein Nachbar war früher bei der HJ.

    Mit freundlichen Grüßen
    Onkel M.

    Bitte unbedingt auf die Liste setzen:

    – Arnulf Baring
    – Eckhart Henscheid
    – Gunnar Heinsohn

    Die schulden mir nämlich noch 5 Mark.

  4. Haram, Sie haben die richtige Einstellung, aber die falschen Adressaten. Sie suchen die örtliche Nazi-Kameradschaft für den kampf gegen Demokraten. Bitte denselben Text bei Altermedia einstellen. Antwort kommt prompt. Vielleicht kann der Nachbar von der HJ ja auch alte Kontakte vermitteln.

  5. Hey, @haram! Hier spricht Halal! – Frage doch einfach deine Freunde, die dich „voten“… 😉

    Und jetzt zum Thema:

    http://www.youtube.com/watch?v=BCBkoUUE1nE&feature=related
    (Teil 1)
    http://www.youtube.com/watch?v=PUs89oIP21E&feature=related
    (Teil 2)
    http://www.youtube.com/watch?v=ZdNLArofaMI&feature=related
    (Teil 3)
    http://www.youtube.com/watch?v=fB6cJTqO-zM&feature=related
    (Teil 4)

    …ist aber mit Vorsicht zu genießen, weil dahinter *ängstlich umschau* die, tuschel, tuschel, „jüdische Weltverschwörung“ steht, und ihre „Helfershelfer“ … *g* 😉

    p.s. Boah, die Einträge unter „altermedia“ und zu meinem „jüdisch-kabbalistischen“ Namen werden ja immer länger – und für das Forum Bezeichnender! Muß ich doch gleich denunziatorisch ausdrucken und Anfragen zu den Betreibern des NS-Forums stellen … und das „nachweislich“! *lol* :)

  6. „Sie suchen die örtliche Nazi-Kameradschaft für den kampf gegen Demokraten.“ Ja passt schon alles *g*. hab mich nicht vertan mit dem Forum.

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