Brandanschlag auf „Feuerschloss“

In Schwarzenbek ist es in der vergangenen Nacht zu einem Brandanschlag aus der rechtsextremen Szene gekommen. Der bislang unbekannte Täter bekannte sich telefonisch zu dem Anschlag und bekräftige seine rassistische Motivation zur Tat. Eine ganze Gruppe stehe dahinter.
 
Wie die Lübecker Nachrichten berichten, wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Brandanschlag auf das Restaurant „Feuerschloss“ in Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg verübt. Ein bislang unbekannter Täter warf gegen 01.50 Uhr am 21. September 2009 zunächst eine Scheibe des Restaurants ein. Anschließend flogen mehrere Brandsätze in den Innenraum, die letztlich nicht zündeten. Anwohner hörten laut Polizeiangaben einen lauten Knall und sahen einen Mann (ca. 25 Jahre alt, 175-180 cm groß, sehr schlank, dunkles Haar, helle Buntfaltenhose, dunkle Oberbekleidung) weglaufen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und dem Wirt, der über dem Restaurant wohnt, ist nichts passiert. Es entstand ein Sachschaden von ca. 5.000 Euro.
Rechtsextreme Gruppe bekennt sich zu Anschlag
Der Täter bekannte sich kurz darauf bei einem Redakteur der Lübecker Nachrichten zu dem Anschlag. Am Mobiltelefon des Journalisten meldete sich eine männliche Stimme mit den Worten: „Hier ist der Brandanschläger von Schwarzenbek“. Er wolle nur mitteilen, dass das hier nur der Anfang gewesen sei. Die „Scheiß Kanaken“ müssten raus, forderte der Neonazi in dem etwa eine Minuten dauernden Anruf. Zudem behauptete der Anrufer, dass er nicht alleine sei: „Wir sind mehrere, eine Gruppe“.
Nicht das erste Mal!
Wie so oft kommt der rechtsextreme Anschlag nicht aus heiterem Himmel. Das Opfer hatte bereits in der Vergangenheit häufiger über rassistische Beleidungen geklagt. Vor einem Jahr wurde sogar das Auto des Restaurant-Besitzers durch einen Brandsatz in Flammen gesetzt. Trotzdem ging die Polizei noch am Montag Vormittag nicht von einem „ausländerfeindlichen Hintergrund“ aus.

Foto: alobar77 (Lizenz: Creative Commons); Text: Sebastian Brux, zuerst erschienen bei Mut gegen rechte Gewalt

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