DVU laut DeutschlandTrend bei einem Prozent

Die extrem rechte DVU kann in Brandenburg kaum noch auf einen erneuten Einzug in den Landtag hoffen. Nach einer Umfrage des ARD-DeutschlandTrends liegt die DVU bei gerade einmal bei einem Prozent, 5,1 Prozent weniger als bei der jüngsten Landtagswahl. Die NPD wird bei der Umfrage für die Landtagswahl am 27. September 2009 nicht extra aufgeführt, dürfte aber vor der DVU liegen. Dennoch dürfte es auch für die Neonazi-Partei schwer werden, an der Fünf-Prozent-Hürde zu kratzen. Durch die zeitgleich stattfindende Bundestagswahl kann in Brandenburg mit einer relativ hohen Wahlbeteiligung gerechnet werden – für die NPD ist es aber eher von Vorteil, wenn die Beteiligung niedrig ist, wie die jüngsten Wahlen in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gezeigt haben. Immerhin kann die NPD aber damit rechnen, die mittlerweile wieder mit ihr konkurrierende DVU weiter zu marginalisieren – und für die Wahlkampfkostenerstattung dürfte es auch reichen.

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"Die Neue Rechte" sieht derzeit recht alt aus.

DVU-Chef Matthias Faust versucht trotz der finsteren Aussichten für seine Partei weiterhin Optimismus zu verbreiten. So sagte der DVU-Chef auf Anfrage des Autor, er sehe „durchaus Chancen für einen Wiedereinzug“. Allerdings werde dieser „natürlich“ durch den Gegenantritt der NPD „deutlich erschwert“. Im Wahlkampf habe sich allerdings bisher gezeigt, dass „die DVU wesentlich aktiver und präsenter in Brandenburg auftritt, als dies die NPD tut“, betonte Faust. Der Antritt zur Bundestagswahl diene für die DVU in erster Linie dazu, den Wahlkampf in Brandenburg zu unterstützen und darüberhinaus bundesweit auf unsere Partei und unsere Ziele aufmerksam zu machen. Nach den anstehenden Wahlen werde die DVU „die dringende Arbeit fortsetzen, Strukturen zu stärken bzw. in vielen Regionen neu aufzubauen und bundesweit politische Basisarbeit“ zu betreiben. Damit solle „die DVU als Alternative in der bürgerlich-rechten Parteienlandschaft“ etabliert werden, so Faust abschließend. Auf die Nachfrage, inwieweit die hier genannte Strategie mit Wahlkämpfern wie dem langfährigen Neonazi Christian Worch zusammenpasse, antwortete Faust allerdings nicht.

Siehe auch: Faust: DVU nicht pleite / Partei im bürgerlich-rechten Lager etablieren, “Rechter Gesprächskreis”: Showdown zwischen NPD-Voigt und DVU-Faust, DVU-Parteizentrale zieht von München nach Hamburg, Hintergrund: “Frontbann 24″, NPD und DVU treten in zwölf Ländern gegeneinander an, DVU tritt gegen die NPD zur Bundestagswahl an, NPD und DVU: (Deutschland)Pakt schlägt sich, Pakt verträgt sich, Die NPD nach dem Machtkampf: Angriff ist die beste Verteidigung

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