Faust: DVU nicht pleite / Partei im bürgerlich-rechten Lager etablieren

Nach den Spekulationen über die angespannte finanzielle Lage der DVU hat Parteichef Faust auf Anfrage eingeräumt, dass die Situation der Partei „heute eine andere ist, als sie dies zu Zeiten des Dr. Frey war“. Auf Anfrage des Autor meinte Faust, „Gerüchte“ über eine Zahlungsunfähigkeit würden möglicherweise aus NPD-Kreisen gestreut. Die DVU sei „jedoch nach wie vor in der Lage, ihre regelmäßigen Kosten zutragen und auch, wie sich gerade in Brandenburg zeigt, einen intensiven Wahlkampf zu führen“. Auch für den Fall, dass ein Wiedereinzug in Brandenburg scheitern sollte, verfügt die Partei laut Faust nach wie vor „über regelmäßige Einnahmen durch Beiträge, Spenden und Geldern aus der Parteienfinanzierung, die in vollkommen ausreichender Größe die weitere Existenz der Partei sichern und uns die notwendigen Mittel für die alltägliche politische Arbeit bereitstellen“.

DVU-Kungebung in Brandenburg, Foto: Maik Baumgärtner
DVU-Kungebung in Brandenburg, Foto: Maik Baumgärtner

Faust räumte allerdings ein, dass der Wahlkampf zur EU-Wahl „übermäßig teuer“ und die „finanzielle Planung leider nicht immer optimal“ war. „Dies ist auch der Grund, weshalb wir uns zur Zeit schwerpunktmäßig auf den Wahlkampf in Brandenburg konzentrieren“, so Faust weiter. In Brandenburg sehe er „durchaus Chancen für einen Wiedereinzug“. Allerdings werde dieser „natürlich“ durch den Gegenantritt der NPD „deutlich erschwert“. Im Wahlkampf habe sich allerdings bisher gezeigt, dass „die DVU wesentlich aktiver und präsenter in Brandenburg auftritt, als dies die NPD tut“, betonte Faust. Der Antritt zur Bundestagswahl diene für die DVU in erster Linie dazu, den Wahlkampf in Brandenburg zu unterstützen und darüberhinaus bundesweit auf unsere Partei und unsere Ziele aufmerksam zu machen.Nach den anstehenden Wahlen werde die DVU „die dringende Arbeit fortsetzen, Strukturen zu stärken bzw. in vielen Regionen neu aufzubauen und bundesweit politische Basisarbeit“ zu betreiben. Damit solle „die DVU als Alternative in der bürgerlich-rechten Parteienlandschaft“ etabliert werden, so Faust abschließend.

Siehe auch: “Rechter Gesprächskreis”: Showdown zwischen NPD-Voigt und DVU-Faust, DVU-Parteizentrale zieht von München nach Hamburg, Hintergrund: “Frontbann 24″, NPD und DVU treten in zwölf Ländern gegeneinander an, DVU tritt gegen die NPD zur Bundestagswahl an, NPD und DVU: (Deutschland)Pakt schlägt sich, Pakt verträgt sich, Die NPD nach dem Machtkampf: Angriff ist die beste Verteidigung

4 thoughts on “Faust: DVU nicht pleite / Partei im bürgerlich-rechten Lager etablieren

  1. War „Frey“ am Schluss ein freudscher Versprecher? :)

    Ach wie gut, dass niemand weiß… 😉

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