Die U-Bahn-Attacke in München und vorschnelle Neonazis

“Sturm 18″Nach der tödlichen U-Bahn-Attacke in München, bei der Jugendliche einen Geschäftsmann totgetreten haben, hat es nicht lange gedauert, bis auf einschlägigen Neonazi-Seiten Sachen wie diese zu lesen waren:

Während die linke Gutmenschenschickeria mal wieder bundesweit gegen die NPD demonstrierte, forderte die maßlose Überfremdung unserer Heimat ein weiteres Todesopfer.
In der Münchener S-Bahn wurde ein 50-jähriger Volksgenosse von zwei 17- und 18-jährigen Ausländer derart schwer verprügelt, daß er kurz darauf an seinen Verletzungen starb.

Die Neonazis hofften offenbar auf eine Neuauflage der rassistischen Debatte, die es Ende 2007 nach einem ähnlichen Fall gegeben hatte. Ein vergeblicher Wunsch, wieder einmal eine Straftat zu instrumentalisierung, um noch mehr Hass zu verbreiten. Zudem berichtet die BILD, zwei der Jugendlichen hätten aggressiven Rap gehört, der dritte „Hass-Musik der anderen Art“. Christoph T. (17) gab auf seiner Internetseite als Lieblingslied „Wölfe der Meere“ von der Band „Sturmwehr“ an.

Sturmwehr war auf der ersten NPD-Schulhof-CD vertreten, zudem trat der Sänger als Liedermacher auf, auch bei NPD-Veranstaltungen. Außerdem gibt es noch das Bandprojekt „Sturm 18“ (Sturm Adolf Hitler). Die CD „unbelehrbar“ war im NPD-„Weltnetzkaufhaus“ lange zu bekommen. Erst im Juni 2009 spielte die Band Sturmwehr beim „Sommerfest“ von NPD und DVU in Bayern.

Siehe auch: NPD und DVU feiern “Sommerfest” – mit “Sturmwehr”, NPD-Wahlkampf mit Rechtsrock-Festival in Sachsen, Thüringen: Schulhof-CDs der NPD landen im Müllsack

10 thoughts on “Die U-Bahn-Attacke in München und vorschnelle Neonazis

  1. Laut SpOn heißen die zwei Tatverdächtige Sebastian L. und Christoph T.

    Sehr „südländische“ Namen, muss ich zugeben.

  2. Ja,da freut sich der Don Quichote aka Gensing ein zweites Loch in den Kopf. Herrlich, wie er sich da einen drauf runterholt. Npd-blog ist Altermedia in rot. Mehr nicht…

  3. Hey, @kimble.

    Abgesehen davon, dass dein Geiste „auf der Flucht“ ist, sind solche Einträge wie die Deinigen geradezu BEZEICHNEND! – Das „Amüsante“ daran ist nicht so sehr, WAS du schreibst, sondern das, was du in diesem Kontext NICHT schreibst. – Es ist immer wieder ein interessantes „Phänomen“, wie der Geifer „Gesinnung“ aufzeigt… 😉

  4. @3 (kimble):

    ich suche mal in ihrem kommentar nach einem sachlichen bezug zum artikel, ja?

    ja,da freut sich der don quichote aka gensing ein zweites Loch in den kopf.

    (herr) gensing wird von ihnen als don quichote bezeichnet. vermutlich wollen sie damit auf das kapitel mit den windmühlen anspielen und die arbeit gensings als fruchtlos charaktierisieren. so gesehen beziehen sie sich sogar auf den obigen artikel – als einen von mindestens 4500 hier im blog, veröffentlichte und nichtöffentlich skizzierte zusammengerechnet. das wäre dann ein 1/4500tel bezug.

    sie deuten an, herr gensing habe ein loch im kopf. mund, nase oder augen können sie damit nicht meinen, da sie doch vermutlich bis sieben zählen können. ich denke, sie wollen herrn gensing mit der aussage beleidigen. ob ihnen das gelingt, bleibt dahingestellt.

    herrlich, wie er sich da einen drauf runterholt.

    ich kann beim besten willen aus ihrer autosexuellen fantasie herrn gensing gegenüber keinen bezug zum obigen artikel herstellen.

    npd-blog ist altermedia in rot. mehr nicht…

    hier gefallen mir am besten die drei punkte am schluss. für den unbedarften leser bekommt ihre aussage, die ich wegen fehlendem bezug zum obigen artikel weder prüfen noch kommentieren möchte, einen poetischen, fast drohenden einschlag. man hört sie förmlich innehalten, während ihre worte auf wirkung wartend in ihrer schreibstube verklingen.

    wie schade, dass sie sich nicht zutrauen, ihren gefühlen mit argumenten ausdruck zu verleihen. vielleicht sollten sie doch lieber poesie schreiben.

    aber dann eventuell doch besser woanders.

    viel erfolg!

    .~.

  5. Hallo Kimble,
    ich berichte über Leute, die brutale Straftaten für ihre rassistische Hetze ausnutzen wollen, um Hass zu verbreiten. Solche Vorgänge bringen mich eher zum Kotzen, als dass sie mich erregen würden. Über die sexuellen Vorlieben der Altermedia-Redaktion ist mir hingegen nichts bekannt, bitte belassen Sie es dabei.
    Gruß
    Patrick gensing

  6. Dass exzessive Gewaltausübung generell ein Jugendproblem ist, das bei deutschen und ausländischen Jugendlichen festzustellen ist, ist eine Binsenweisheit. Ich hatte im Zusammenhang mit der Überfall in München 2007 lediglich daraufhigewiesen, dass die Täter durchaus vom Hass auf Deutsche angetrieben worden sind, Äußerungen wie „Scheiss Deutscher“ und „Ich habe gerade einen Deutschen umgebracht“ deuteten darauf hin. Ich fühle mich deshalb nicht als Hetzer. Diese Meinung hat auch Frank Schirrmacher in der FAZ vertreten („Auf Feindfahrt“). Dass Roland Koch in durchsichtigerweise den Fall zu nutzen suchte, war fadenscheinig genug um erkannt zu werden – Koch ist ein übler Demagoge – der zudem unglaubwürdig ist. Dass ändert aber nichts an der Tatsache, dass es schlichtweg auch deutschfeindliche Gewalt gibt, auch wenn das nicht in das Weltbild der radikalen Linken passt, in dem Ausländer grundsätzlich benachteiligte, intellektuell bereichernde Klosterschüler sind, die mit vorgehaltener Pistole zum Verbleib in der BRD gezwungen werden, Deutsche hingegen grundsätzlich Täter. Dieser kruden Weltsicht folgend, sind Auseinandersetzungen mit der Thematik „deutschfeindliche Gewalt“ grundsätzlich Hetze, die Thematiserung „ausländerfeindlicher Gewalt“ hingegen grundsätzlich segensreiche und im Zeichen des Guten stehende Aufklärung zum Wohle der Menschheit. Ich denke, es ist Zeit im Rahmen der Thematiserung von „kultureller“ Gewalt beide Phänomene zu thematisieren und ideologische Scheuklappen abzulegen.

  7. im spiegel las ich, dass einer der taeter die taetovierung „NS“ traegt.
    puentchen puenktchen puenktchen

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