„143 Todesopfer durch Rechtsextremismus seit 1989“

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp veranstaltet im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 eine Plakataktion „143 Todesopfer durch Rechtsextremismus in Deutschland seit 1989“. Die Plakate werden demnächst in Nürnberg und Umgebung im öffentlichen Raum plakatiert.

 

plakataktion

 

Diese Anzahl von 143 Toten zu skandalisieren und bekannt zu machen, sei dem Bündnis aus zwei Gründen sehr wichtig, heißt es in einer Erklärung. 

Erstens: Da die Opfer neonazistischer Gewalt meist zu den Schwächeren und Ausgegrenzten unserer Gesellschaft gehören, haben diese keine Lobby und werden im öffentlichen Diskurs entsprechend selten erwähnt.

Zweitens: Bundesregierung und Polizeiführungen haben nach wie vor eine eigene „Zählweise“ und berechneten z.B. zwischen 1990 und 2008 „nur“ 40 Tote durch rechtsradikale Gewalt. Aus unserer Sicht ist damit der Tatbestand der Verharmlosung rechtsradikaler Gewalt erfüllt.

Jede(r) ist befugt, sich das Plakat von der Homepage www.nazistopp-nuernberg.de herunterzuladen und zu verbreiten. 

Siehe auch: Regierung zählt “nur” 40 Tote durch rechtsextreme Gewalt seit 1990, Auf Rekordkurs: 9.119 politisch rechts motivierte Straftaten im ersten Halbjahr 2009Festnahme von JN-Mitglied: Pläne für größeren Bombenanschlag?, Juni 2009: Rechte Schläger verletzen mindestens 61 Personen, Gewaltandrohung gegen Juden: NPD-Lied nicht strafrechtlich relevantLinktipp: Karten zur extrem rechten Ideologie und Gewalt in Deutschland, Neonazi tötet 18-Jährigen: Gericht sieht keinen rechten Hintergrund, Verfassungsschutzbericht 2008: Politisch motivierte Kriminalität rechts steigt, Das war 2008: Mehr als 1000 Gewalttaten, 350 Waffenfunde und mindestens zwei Todesopfer, “Bundesregierung verharmlost weiter tödliche Dimension von Rechtsextremismus und Rassismus”,

8 thoughts on “„143 Todesopfer durch Rechtsextremismus seit 1989“

  1. Ein Streit um die Erstellung von Statistiken als Skandalisierungsinstrument. Für mich ist das einfach nur widerlich. Im übrigen ist jeder Getötete einer zuviel, egal in welcher Kategorie er erfaßt wird. Aber dann taugt er natürlich nicht zur zielgerichteten Propaganda.

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