DVU-Parteizentrale zieht von München nach Hamburg

Die DVU ist nach eigenen Angaben mit ihrer Parteizentrale von München nach Hamburg umgezogen. 22 Jahre lang war die DVU in der bayerischen Landeshauptstadt zu Hause, nach dem Wechsel an der Spitze von Gerhard Frey zu Matthias Faust erscheint der Umzug in den Norden nicht sensationell, zudem ist auch der Hamburger Neonazi Christian Worch für die DVU aktiv. Auch der extrem rechte Funktionär Andreas Molau aus Niedersachsen ist mittlerweile für die DVU tätig.

Faust war am 11. Januar 2008 zum Nachfolger von Gerhard Frey gewählt worden. Der 75-jährige Verleger war seit der Gründung der DVU im Jahr 1987 deren Chef, er führte die Partei autoritär, eine aktive Parteibasis wurde in all den Jahren kaum geschaffen.

DVU_Die_Neue_Rechte_logo_Teaser

Faust, ehemals Mitglied bei der NPD, war bei der Bürgerschaftswahl 2008 in Hamburg als Spitzenkandidat für die DVU angetreten, er arbeitet weit enger mit der Neonazi-Szene zusammen als Frey. So gilt Faust beispielsweise als Weggefährte des Neonazi-Aktivisten Worch.

Die DVU musste zuletzt mehrere Rückschläge hinnehmen, so schnitt sie bei der Europawahl sehr schwach ab, zudem starben zwei wichtige Funktionäre. Außerdem brach die NPD den „Deutschlandpakt“ mit der DVU und erhöhte so den Druck auf die Volksunion.

Siehe auch: “Deutschlandpakt” zwischen NPD und DVU am Ende, DVU auf neurechtem Kurs: “Kernproblem” wird zur Bruchlinie, Machtwechsel bei DVU und NPD: Frey zieht sich zurück, Voigt droht die Abwahl