Haftbefehl gegen JN-Funktionär: Anschläge auf Antifas geplant?

Gegen den 22-jährigen Neonazi aus Südbaden, der möglicherweise Bombenanschläge geplant hat, ist laut Medienberichten mittlerweile Haftbefehl erlassen worden. „Mit den bei einer Hausdurchsuchung entdeckten Chemikalien hätte der Mann innerhalb weniger Stunden explosionsgefährliches Material herstellen können“, sagte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz in Lörrach.

Außerdem stellte die Polizei zwei Gewehre und drei Pistolen, Messer, Dolche und Bajonette sicher. „Bei seiner Festnahme führte er zwei Messer im Rucksack und eines im Gürtel mit sich“, teilte ein Polizeisprecher weiter mit.

Funktionär bei NPD-Jugendorganisation

Der Neonazi sei bereits bei der Polizei bekannt, heißt es weiter. Zudem ist er „Stützpunktleiter“ der „Jungen Nationaldemokraten“, der Jugendorganisation der NPD. Diese gilt als besonders radikal.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der junge Mann laut Badinscher Zeitung seit Monaten Chemikalien in größerer Menge beschafft und war offensichtlich auch aktiv damit beschäftigt, Sprengstoff herzustellen. Laborgegenstände und selbstgebastelte Geräte, die die Polizei fand, hätten diesen Verdacht bestätigt. Ferner fanden die Beamten Zündschnüre, elektrische Bauteile für Fernzündungen, Bauteile zum Herstellen von Rohrbomben und Fachliteratur zum Thema Sprengstoff.

Anschlag auf Antifas?

„Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass als wahrscheinliches Anschlagsziel die Kreise der Antifa infrage kommen“, sagte der Leiter der Kriminalpolizei in Lörrach, Engelbert Brüstle, laut Focus Online.

Siehe auch: Festnahme von JN-Mitglied: Pläne für größeren Bombenanschlag?

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