Offenbar Amoklauf verhindert: Verdächtiger gilt als rechtsradikal

In Bielefeld wollte ein 82-jähriger Rechtsradikaler offenbar ein Blutbad anrichten. Wie die Neue Westfälische berichtet, solle Horst A. aus Halle tatsächlich zum Mord fest entschlossen gewesen sein. Wie Notizen des Rentners demnach belegen, wollte er sich pauschal an den Zeugen Jehovas rächen. „Er macht die Glaubensgemeinschaft dafür verantwortlich, dass er den Kontakt zu seiner inzwischen etwa 60-jährigen Tochter verloren hat“, sagte Staatsanwalt Klaus Metzler dem Bericht zufolge. Obwohl sich der 82-Jährige bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert habe, veranlasste der Haftrichter dem Bericht zufolge U-Haft wegen versuchten Mordes. Nachbarn in Hallen bezeichnen den Mann als rechtsradikal und streitsüchtig.

Dreimal 13 Schuss für seine Maschinenpistole soll Horst A. bei sich in einer Tüte getragen haben, berichtet die NW weiter. Im Gürtel zudem ein kleines Klappmesser, am Auto ein Samurai-Schwert. Mit einem solchen Säbel solle Horst A. auch des Öfteren in Halle aufgetaucht und rumgefuchtelt haben. In seiner Wohnung seien zudem diverse Waffen- und Uniformgegenstände aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden, die die Ermittler der EK Dunlop aber nicht als tatrelevant einschätzten. Nach ersten Untersuchungen stehe trotzdem fest, dass er nicht als psychisch krank einzuschätzen ist.

Siehe auch: Rassistischer Mord in Dresden: Warnung vor Islamophobie / Täter war offenbar NPD-Sympathisant