Größenwahn statt Kreativität: Neonazi schreibt beim “Führer” ab

Die Infothek Dessau berichtete über einem Neonazi-Aufmarsch im Mai 2009:

Am 23. Mai 2009 marschierten etwa 300 Neonazis aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch die brandenburgische Kleinstadt Luckenwalde. Unter dem Motto: „60 Jahre Lüge sind genug – Schluss mit diesem Volksbetrug“ wollten sie ihre Abscheu gegen das deutsche Grundgesetzt an dessen Jahrestag zum Ausdruck bringen. Nach einem gerichtlichem Beschluss wurde dieses Motto und das dazugehörige Flugblatt als Verunglimpfung des Staates angesehen. Das Flugblatt der „Freien Kräfte Teltow Fläming zeigte einen imaginären Grabstein, welcher die Lebensdaten des Grundgesetztes von 1949 bis 2009 herbei halluzinierte. Zudem sei die BRD als „feiger und erbärmlicher Staat“ bezeichnet worden. Das Motto, der von NPD und freien Kameradschaften beworbene Demonstration wurde schließlich auf „Freiheit statt BRD“ abgewandelt. Sprechchöre und Redner stellten hingegen unmissverständlich klar, dass jenes Grundgesetz, welches ihnen ermöglicht, gegen selbiges zu demonstrieren, für sie keine geltende Rechtssprechung darstelle.

Neonazis beim Aufmarsch in Luckenwalde Quelle: ID

Mittlerweile ergab die Verschriftlichung von Redebeiträgen der Neonazis, dass der letzte Redner  beim „Führer“ ordentlich geklaut hat. So sagte der Redner, es handelte sich nach Angaben der Neonazi-Seite „Freies Halle“ um einen Leipziger Aktivisten der NPD-Jugendorganisation JN:

Wir sehen, wie tausende junger deutscher Männer und Frauen ihr Leben wegwerfen, die die Dekadenz des herrschenden Regimes mit seiner Brot- und Spielementalität, dem arbeitslos gewordenen, verratenen Millionen-Proletariat der Industrie folgt die Verelendung des gesamten Mittel- und Handwerksstandes. Wenn sich dieser Verfall endgültig vollendet, stehen wir in einer Katastrophe von unübersehbarem Ausmaß. Dann zerfällt unser Volk in eine Masse willenloser Konsumenten, die jeder neonfarbenen Reklametafel widerstandslos folgt. Dann verschwindet auf ewig unsere deutsche Kultur und mit ihr der deutsche Menschenschlag, die der Menschheit so viele Werte und [???] gegeben haben. Drohend künden die Erscheinungen um uns den Vollzug dieses Verfalls an. In einem unerhörten Willen- und Gewaltansturm versucht die demokratische Methode des Wahnsinns das in seinem Innersten erschütterte und entwurzelte Volk endgültig zu vergiften und zu zersetzen, um es ihrem Ziel entgegenzutreiben. Angefangen bei der Familie, über alle Begriffe von Ehre, Treue, Volk und  Vaterland, Kultur und Wirtschaft. Denn selbst bis zum ewigen Fundament unserer Moral bleibt nichts verschont, vor dieser  alles-organisch-gewachsenen lebensvernichtenden alles-natürlichverneinenden Ideologie.

Adolf Hitler sagte in einer Rede am 01. Februar 1933:

Dem arbeitslos gewordenen, hungernden Millionen-Proletariat der Industrie folgt die Verelendung des gesamten Mittel- und Handwerksstandes. Wenn sich dieser Verfall auch im deutschen Bauern endgültig vollendet, stehen wir in einer Katastrophe von unübersehbarem Ausmaß. Denn nicht nur ein Reich zerfällt dann, sondern eine zweitausendjährige Erbmasse an hohen und höchsten Gütern menschlicher Kultur und Zivilisation. Drohend künden die Erscheinungen um uns den Vollzug dieses Verfalls. In einem unerhörten Willens- und Gewaltansturm versucht die kommunistische Methode des Wahnsinns das in seinem Innersten erschütterte und entwurzelte Volk endgültig zu vergiften und zu zersetzen, um es einer Zeit entgegenzutreiben, die sich zu den Versprechungen der kommunistischen Wortführer von heute noch schlimmer verhalten würde, als die Zeit hinter uns zu den Versprechungen derselben Apostel im November 1918. Angefangen bei der Familie, über alle Begriffe von Ehre und Treue, Volk und Vaterland, Kultur und Wirtschaft hinweg bis zum ewigen Fundament unserer Moral sind unseres Glaubens, bleibt nichts verschont von dieser nur verneinenden, alles zerstörenden Idee.

Dank an MR!

Siehe auch: Kapitulation und Kriegsende 1945: Das Geschenk der FreiheitDie Nazis und der 1. Mai: Homogenität statt Egalität, Die Nazis und der 1. Mai: Von Niedriglöhnen und dem Ende der Gewerkschaften, Die letzten Tage des “Führers”: Hitler tat alles, um seine erbärmliche Existenz zu verlängern