Prozess gegen Göttinger Neonazi wird fortgesetzt

Vor dem Amtsgericht Pößneck in Thüringen wird am 21. Juli 2009 der Prozess gegen einen 30-jährigen Neonazi aus Göttingen wegen gefährlicher Körperverletzung fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Schulassistenten nach Angaben des Göttinger Stadtradios vor, nach dem Landesparteitag der NPD Thüringen im Jahr 2005 mit vier weiteren Tätern einen Mann angegriffen, geschlagen und getreten zu haben.

Der Angeklagte gilt als Vorsitzender der Göttinger NPD, enger Vertrauter des NPD-Bundespolitikers Thorsten Heise und war rund zwei Jahre lang als Schulassistent am Max Planck Gymnasium beschäftigt. Nach Medienberichten im vergangenen Januar hatte die Landesschulbehörde den 30-jährigen von seiner Arbeit freigestellt und ihm untersagt, die Schule zu betreten.

Über die Klage des Mannes gegen seine Kündigung will das Arbeitsgericht im kommenden Monat entscheiden. Der Prozess gegen den Göttinger und einen Neonazi aus Oberkaufungen vor dem Thüringer Amtsgericht war im Oktober des vergangenen Jahres eröffnet worden. Nach der Fortsetzung im Januar wurde der Prozess wegen einer Erkrankung des Richters vorläufig ausgesetzt.

Siehe auch: Göttinger Pumpgun-Prozess gegen Neonazis endet mit Haftstrafen, V-Mann an rechtsextremer Radio-Hetze beteiligt, Niederlage für NPD-Mitglied vor Arbeitsgericht Göttingen