Hetzrede im Saarland: NPD-Funktionär Pastörs soll angeklagt werden

Der NPD-Fraktionschef im Landtag von Meklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, soll angeklagt werden. Nach Medienberichten kündigte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken diesen Schritt an, nachdem die Immunität des NPD-Abgeordneten aufgehoben wurde.

Pastörs hatte im Februar 2009 auf dem Aschermittwochs-Treffen der NPD im Saarland gegen Juden und Türken gehetzt. Dabei hatte er unter anderem den Begriff “Judenrepublik” gebraucht.

Niedersachsens Verfassungsschutzchef Heiß bezeichnete die rund 60 Minuten lange Rede von Pastörs als “menschenverachtende, gewalttätige und bösartige Propaganda”. Selbst erfahrene Verfassungsschützer seien von der Brutalität der Worte überrascht gewesen.

Siehe auch: Dokumentation zum NPD-Verbot: Pastörs liefert weiteres Material und beleidigt Merkel und Schäuble, “Judenrepublik, Krummnase und türkische Samenkanonen”: Ermittlungen gegen NPD-Funktionär Pastörs, Orientiert Pastörs sich am an slawischen Bewohnern in MVP aus dem 11. Jahrhundert?, Rechtsextremismus in den Medien: Keine Extrawurst für die NPD, Neonazis streiten um Germanen-Einheit