Neonazi-Überfall in Berlin: Haupttäter kommt offenbar aus Brandenburg

Nach Informationen von NPD-BLOG.INFO handelt es sich bei dem Haupttäter des Überfalls auf einen 22-Jährigen in Berlin um einen Neonazi aus Brandenburg. Es soll sich dabei um den 26-Jährigen Oliver K. handeln, der aus einem Dorf südöstlich von Berlin kommt. K. soll zudem bereits polizeilich bekannt sein.

Auf den Kopf eingetreten

In Friedrichshain-Kreuzberg ist am 12. Juli 2009 ein 22-Jähriger schwer verletzt worden, als er von vier Männern im Alter von 20, 22, 24 und 26 Jahren brutal zusammengeschlagen wurde. Er erlitt mehrere Brüche und Gehirnblutungen. Nach Polizeiangaben sind die mutmaßlichen Täter “offensichtlich der rechten Szene zuzuordnen”. Diese waren demnach gegen 5:45 Uhr auf einem Verbindungsweg zwischen dem U-Bahnhof und dem S-Bahnhof Frankfurter Allee zunächst mit etwa 10 jungen Männern aus dem linken Spektrum in Streit geraten, es gab eine Schlägerei. Dabei erlitt ein 26-Jähriger aus der vierköpfigen Gruppe eine Platzwunde. Ursprung des Streites war nach ersten Ermittlungen die einschlägige Kleidung von einem der vier Männer.

Nachdem die etwa zehn Linken verschwunden waren, suchten ersten Polizeierkenntnissen zufolge die vier Schläger grundlosen Streit mit Passanten. Vier Unbekannte junge Männer wurden von ihnen mit Schlägen und Tritten angegriffen. Sie flüchteten vor den aggressiven Angreifern, die in dem 22-Jährigen ein weiteres Opfer fanden. Auf ihn traten und schlugen die Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor. Der 26-Jährige Täter zog den wehrlosen Neuköllner auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat mit dem rechten Bein auf dessen Hinterkopf. Von unbeteiligten Passanten alarmierte Polizisten nahmen die vier Schläger noch am Tatort fest. Der 22-jährige Mann kam mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen in ein Krankenhaus.

Haftbefehle sollten erlassen werden

Da von einer politischen Tatmotivation auszugehen sei, habe der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen zu dem versuchten Totschlag übernommen. Wichtige Zeugenaussagen erhoffen sich die Ermittler insbesondere von den vier Unbekannten, die von den Schlägern angegriffen wurden und dann flüchten konnten. Die vier mutmaßlichen Täter sollten am Montag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Siehe auch: Jahreshöchstzahlen bei rechtsextremen Straf- und Gewalttaten, Linktipp: Karten zur extrem rechten Ideologie und Gewalt in Deutschland, Neonazi tötet 18-Jährigen: Gericht sieht keinen rechten Hintergrund, Verfassungsschutzbericht 2008: Politisch motivierte Kriminalität rechts steigt, Das war 2008: Mehr als 1000 Gewalttaten, 350 Waffenfunde und mindestens zwei Todesopfer, Stichwort: Was ist eigentlich Rechtsextremismus?

9 thoughts on “Neonazi-Überfall in Berlin: Haupttäter kommt offenbar aus Brandenburg

  1. Das linke Opfer eigentlich Täter? Nicht wirklich überraschend!

    Im Zusammenhang mit dem versuchten Totschlag zum Nachteil eines 22-Jährigen in der Frankfurter Allee in Lichtenberg wird nun auch gegen einen 26-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Er soll sich an der wechselseitigen Schlägerei mit den vier zwischenzeitlich mit Haftbefehl bedachten Männern beteiligt haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde nunmehr bekannt, dass einige der „linken“ Gruppe Anstoß an der Kleidung der „rechten“ Gruppe genommen und einen der vier Brandenburger körperlich angegriffen hatten. In der sich anschließenden wechselseitigen Schlägerei erlitt ein nun in Untersuchungshaft befindlicher 22-Jähriger eine schwere Kopfverletzung. Im Rahmen der Ermittlungen wurde ferner bekannt, dass sich das Opfer der vier in Haft befindlichen Männer offensichtlich auch an der vorangegangenen Schlägerei aktiv beteiligt hatte.

    Der 26-Jährige, der als „linker“ Gewalttäter polizeibekannt ist und erst vor kurzem zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, soll heute einem Richter zur Entscheidung über den Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

    Entgegen ersten Meldungen wurden unbeteiligte Passanten bei der „Links-Rechts-Auseinandersetzung“ nicht verletzt.

    http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/132235/index.html

  2. Sofern im Blog auf die Demonstration am Wochenende in Berlin (19. Juli) eingegangen wird, kann mein Eintrag auch in jenen Themen-Blog verschoben werden: aus Gründen der Aktualität. :)

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 20 Jul 2009 16:58:22 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    IS3@bmi.bund.de
    Betreff: Die Foto-Strecke der Berliner Tageszeitung „Berliner Kurier“ vom 18. Juli 2009 bzgl. diverser NS-Aktivisten. / Das Posieren der NS-Aktivisten mit Kriegswaffen (und/oder Replikas) unter Verwendung von NS/SS-Insignien, dem Zeigen des „Hitler“-Gruss (§ 86a StGB), und unter Devotionalien (T-Shirt\‘ s) der „Blood & Honour“- sowie „Skrewdriver“-Bewegung (Ian Stuart Donaldson/ISD etc.) – Hinweisschreiben an das LKA Berlin sowie die Abteilung II der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 20 Jul 2009 16:57:24 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    IS2@bmi.bund.de
    Betreff: Die Foto-Strecke der Berliner Tageszeitung „Berliner Kurier“ vom 18. Juli 2009 bzgl. diverser NS-Aktivisten. / Das Posieren der NS-Aktivisten mit Kriegswaffen (und/oder Replikas) unter Verwendung von NS/SS-Insignien, dem Zeigen des „Hitler“-Gruss (§ 86a StGB), und unter Devotionalien (T-Shirt\‘ s) der „Blood & Honour“- sowie „Skrewdriver“-Bewegung (Ian Stuart Donaldson/ISD etc.) – Hinweisschreiben an das LKA Berlin sowie die Abteilung II der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 20 Jul 2009 16:56:50 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    info@verfassungsschutz-berlin.de
    Betreff: Die Foto-Strecke der Berliner Tageszeitung „Berliner Kurier“ vom 18. Juli 2009 bzgl. diverser NS-Aktivisten. / Das Posieren der NS-Aktivisten mit Kriegswaffen (und/oder Replikas) unter Verwendung von NS/SS-Insignien, dem Zeigen des „Hitler“-Gruss (§ 86a StGB), und unter Devotionalien (T-Shirt\‘ s) der „Blood & Honour“- sowie „Skrewdriver“-Bewegung (Ian Stuart Donaldson/ISD etc.) – Hinweisschreiben an das LKA Berlin sowie die Abteilung II der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 20 Jul 2009 16:56:14 +0200
    Von: „axel mylius“
    An:
    lka@polizei.berlin.de
    Betreff: Die Foto-Strecke der Berliner Tageszeitung „Berliner Kurier“ vom 18. Juli 2009 bzgl. diverser NS-Aktivisten. / Das Posieren der NS-Aktivisten mit Kriegswaffen (und/oder Replikas) unter Verwendung von NS/SS-Insignien, dem Zeigen des „Hitler“-Gruss (§ 86a StGB), und unter Devotionalien (T-Shirt\‘ s) der „Blood & Honour“- sowie „Skrewdriver“-Bewegung (Ian Stuart Donaldson/ISD etc.) – Hinweisschreiben an das LKA Berlin sowie die Abteilung II der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

    An:

    lka@polizei.berlin.de
    info@verfassungsschutz-berlin.de

    IS2@bmi.bund.de
    IS3@bmi.bund.de

    Axel Mylius
    Schwarzmeerstr. 25/714
    10319 Berlin
    Tel.: (030) 513 87 82
    a.mylius@gmx.net

    Berlin, den 20. Juli 2009

    Anfrage/Prüfungserbitten/Hinweisschreiben

    Betreff:

    Die Foto-Strecke der Berliner Tageszeitung „Berliner Kurier“ vom 18. Juli 2009 bzgl. diverser NS-Aktivisten.

    http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0718/berlinbrandenburg/0008/index.html
    (nur noch die Textversion abrufbar)

    Bezug:

    Das Posieren der NS-Aktivisten mit Kriegswaffen (und/oder Replikas) unter Verwendung von NS/SS-Insignien, dem Zeigen des „Hitler“-Gruss (§ 86a StGB), und unter Devotionalien (T-Shirt‘ s) der „Blood & Honour“- sowie „Skrewdriver“-Bewegung (Ian Stuart Donaldson/ISD etc.)

    http://de.indymedia.org/2009/07/256283.shtml

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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Den Fotos, bzw. dem Artikel zu den Aufnahmen, der benannten Tageszeitung ist zu entnehmen, dass es sich bei den abgebildeten Personen um NS-Aktivisten handelt, die an der Schlägerei vom 12. Juli 2009 (die Medien berichteten) beteiligt gewesen seien sollen.

    Als Quelle des Foto-Materials wurde durch den „Berliner Kurier“ das linke Spektrum benannt, dass die Bilder in das Internet einstellte, siehe dazu:

    http://de.indymedia.org/2009/07/256283.shtml

    Es liegen augenscheinlich keine weiteren Aussagen (seitens der Zeitung) zu den abgebildeten – innerhalb des „Berliner Kurier“ unkenntlich gemachten – Personen vor. Eben so wenig ist dem Artikel zu entnehmen, ob es sich um jene Personen (oder Einzelpersonen) handelt, die sich bereits – wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags und gefährlichen Körperverletzung – in Untersuchungshaft befinden. Dem Begriff „Steckbrief“ nach zu urteilen, handelt es sich um „gesuchte“ Personen, zumindest durch das links-autonome Spektrum, das augenscheinlich sachdienliche Aussagen machen kann.

    Meine Anfrage betrifft NICHT die „Gepflogenheiten“ innerhalb der Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und dem links-autonomen Spektrum sowie die Art- und Weise der Dokumentierung/Kenntlichmachung von Tätern oder mutmaßlichen Tätern. – Meine Hinweise beziehen sich auf den Kenntnisstand- oder Nichtkenntnisstand seitens der zuständigen Stellen und hinsichtlich der abgebildeten Personen

    Es scheinen offensichtlich – und ich möchte diesen Begriff jetzt einmal verallgemeinernd formulieren – „der antifaschistischen Szene“ Informationen vorzuliegen, über die die zuständigen Stellen, speziell in Berlin, NICHT verfügen.

    Für mich erklären sich diese Informationen aus Erfahrungswerten der engagierten antifaschistischen Szene mit NS-Aktivisten, die (auch den Fotos nach zu urteilen) aktionsorientiert, inzwischen durchaus terroristisch (bundesweit und i.S.d. Definition „Terrorismus“, und auf der ideologischen Basis des Nationalsozialismus) dergestalt agieren, dass, zur Durchsetzung der politischen Ziele, demokratische Strukturen, alternative Lebensweisen, deren Anhänger, Repräsentanten sowie Instanzen usw. gewalttätig, sowie NACHWEISLICH in der „Tradition“/Strategie der SA, angegriffen und terrorisiert werden. – Augenscheinlich kommt es inzwischen zu einer Dokumentierung/Kenntlichmachung (über deren Art- und Weise sich durchaus streiten läßt) der jeweiligen, oder mutmaßlichen, NS-Täter.

    Unabhängig davon, ob es sich um authentische Fotos zum Klientel (oder vermeintlichen Klientel) des bekannten Überfalls handelt, ist es wohl Unzweifelhaft, dass es sich um NS-Aktivisten handelt.
    Angesichts der Fotos muß ich somit betonen, dass sich auch mit diesem Schreiben an die zuständigen Stellen in Berlin, Strafanzeigen seitens meiner Person – gegen Unbekannt (und unabhängig von der Authentizität der Quelle) wegen Straftaten i.S.d. §§ 86, 86a, 130a StGB – erübrigt haben.

    Ich muß daher weiterhin, auch und speziell hinsichtlich des wohl nicht zu verneinenden Anfangsverdachtes, um die Verifizierung der abgebildeten Personen, um die Klärung einer eventuellen Zusammengehörigkeit innerhalb einer Gruppe/Personenzusammenschluss, um die Klärung einer mutmaßlichen Einbindung der Personen in den Überfall sowie ggf. um die Klärung der politischen Motive usw. bitten.

    Auch wenn ich weiß, dass meine „unorthodoxen“ Schreiben Sie „ermüden“, möchte ich angesichts der Fotos und des Gesamtkontext auf einem kurzen Hinweis auf Kenntnisnahme bestehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Mylius

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