NPD nominiert Kandidaten offenbar ohne deren Wissen

Die NPD hat sich laut DerWesten öffentlich gerühmt, bereits 21 Wahlbezirke für die Kommunalwahl in Menden besetzt zu haben. Doch möglicherweise freuen sich die Neonazis zu früh. Denn zwei von sieben Kandidaten auf der von der NPD veröffentlichten siebenköpfigen Reserveliste seien „entsetzt“, berichtet das Blatt. Einer beteuerte demnach, nie Kontakt zur NPD gehabt zu haben: „Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich davon gehört habe.“ Der andere versicherte, er habe sein Parteibuch zurückgegeben, wolle mit der NPD nichts mehr zu tun haben.

NPD-Kreisvorsitzender Timo Pradel sagte dem Bericht zufolge, „alle nominierten Kandidaten der Reserveliste haben eine so genannte Zustimmungserklärung zur Aufnahme in die Reserveliste unterschrieben“. Auf der Reserveliste befinden sich gleich vier junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren. Rechtsverbindlich sei die Liste noch nicht. Bis zum 13. Juli könnten die Parteien beim Wahlamt der Stadt Menden Vorschläge einreichen oder Kandidaten zurückziehen.

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