Revisionistin wegen Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt

Die Revisionistin Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho ist am 30. Juni 2009 zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt worden. Sie musste sich vor dem Amtsgericht in Bad Oeynhausen wegen Beleidigung verantworten. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte Anzeige gegen Haverbeck-Wetzel erstattet. Im Zusammenhang mit der Verleihung des German-Jewish-History-Award an Mitglieder der Vlothoer Mendel-Grundmann-Gesellschaft hatte Knobloch einem Bericht des Vlotoher Anzeigers zugesagt, sich in das Verfahren gegen das damals noch existente “Collegium Humanum” einzusetzen. Die Reaktion von Haverbeck-Wetzel kam demnach prompt: “Machen Sie so weiter wie bisher, dann könnte sich ein neues Pogrom ereignen, das entsetzlich würde …”. An anderer Stelle des Briefes hieß es: “Bereiten Sie sich auf den Tag der Wahrheit vor. Er ist nahe und nicht mehr aufzuhalten.”

Das Amtsgericht Bad Oeynhausen hatte den Angaben zufolge bereits einen Strafbefehl in Höhe von 1500 Euro verhängt, Haverbeck-Wetzel hatte Einspruch eingelegt. Nach VA-Informationen wird die Gerichtsverhandlung in Bad Oeynhausen am 30. Juni stattfinden. Auf einschlägigen rechtsextremen Internetseiten werden bereits “Prozessbeobachter” eingeladen, die Haverbeck-Wetzel am Dienstag zur Seite stehen sollen.

Die Vlothoerin war Vorsitzende des Vereins “Collegium Humanum”. Haverbeck wurde erst am 15. April 2008 vom Amtsgericht Bad Oeynhausen zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie hatte im Vereinsblatt “Stimme des Gewissens” behauptet, im Konzentrationslager Auschwitz sei eine Vergasung von Juden aus technischen Gründen gar nicht möglich gewesen. Das CH wurde im Mai 2008 ebenso wie die ebenfalls als rechtsextrem eingestufte “Bauernhilfe” verboten. Der Verein, der als wichtigste Organistaion der Holocaust-Leugner in Deutschland galt, unterlag, wie tagesschau.de offenlegte, der Gemeinnützigkeit.

Siehe auch: CH: Haverbeck legt rechtliche Mittel gegen Verbot ein, “Collegium Humanum”: Koalitionsfraktionen bringen Verbotsantrag ein, Collegium Humanum: Finanzamt würdigt “Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe”, Collegium Humanum: Gemeinnützige Holocaust-Leugner, Übersicht der Verbote gegen rechtsextreme Vereine seit 1992, Maßnahmen gegen Steuerprivilegien für rechtsextreme Vereine geplant, Bundestag debattiert über “Collegium Humanum”

3 thoughts on “Revisionistin wegen Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt

  1. Statt Revisionistin sollte doch eher das Wort Holocaustleugnerin verwendet werden, da das erste diesen Personen noch eine gewisse Wissenschaftlichkeit verleiht, die sie nicht besitzen.

  2. Ob die genannte Person das erste Progrom bisher geleugnet hat, ist mir nicht bekannt, nun hat sie es auf jeden Fall zugegeben.

    In dem sie von einem zweiten Progrom spricht, zeigt sie damit auf das es ihrer Meinung nach auch ein erstes Progrom gegeben haben muss.

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