Das Institut für Staatspolitik – die wichtigste Weiterbildungseinrichtung der neurechten Szene

Gustav Landauer – auch der Name des anarchistischen Philosophen und Revolutionärs der Münchener Räterepublik, der nach ihrer Niederschlagung am 2. Mai 1919 dort dem weißen Terror zum Opfer fiel, ist auf der Website des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen zu finden. Der Verein kümmert sich um die Pflege des Erbes des „Friedrichshagener Dichterkreises“ um Peter Hille, Bruno Wille und Wilhelm Bölsche. Landauer stand dem Kreis Ende des 19. Jahrhunderts als Herausgeber der Zeitschrift „Sozialist“ nahe. Er käme ins Rotieren, wenn er wüßte, wer sich da an seinem Gedächtnis zu schaffen machte: Erik Lehnert, der neue Chef des rechtsradikalen, ultranationalistischen Instituts für Staatspolitik (IfS).

Das IfS gilt als wichtigste „Weiterbildungseinrichtung“ der neurechten Szene und agiert in jener Grauzone zwischen Konservatismus und Neofaschismus, in der auch die „Junge Freiheit“ und die Schülerzeitung „Blaue Narzisse“ den rechten Aufbruch propagieren. Wie weit ins rechtsbürgerliche Lager dabei die Schnittmengen reichen, offenbart ein Blick auf die Liste der Referenten der Winter- und Sommerakademien und des „Berliner Kollegs“, schreibt die konkret. Hier der ganze Artikel.

Siehe auch: Linktipp: “RECHTSKONSERVATIV – Im Moment sehr erheitert”