Landgericht Detmold bestätigt Haftstrafe für Marco Siedbürger

Der Neonazi Marco Siedbürger aus dem Umfeld der inzwischen aufgelösten „Nationalen Offensive Schaumburg“ muss eine 14-monatige Haftstrafe antreten. Das hat das Landgericht Detmold am 23. Juni 2009 entschieden.

Von Kai Budler für NPD-BLOG.INFO

Nachdem Siedbürger seine Berufung gegen den gleich lautenden Schulspruch des Amtsgerichtes Detmold zurückgezogen hatte, ist das Urteil wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter gemeinschaftlicher Körperverletzung rechtskräftig. Das Amtsgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Siedbürger im Juli 2008 mit zwei weiteren Neonazis Besucher des Detmolder Kulturzentrums „alte Pauline“ bedroht hatte. Später hatte er auf einen Besucher eingeschlagen und mit einem leeren Bierkrug zu Schlägen angesetzt. Die alarmierte Polizei nahm Siedbürger und einen weiteren Neonazi schließlich fest.

In dem Prozess vor dem Amtsgericht hatte der militante Neonazi die Vorwürfe noch bestritten und erklärt, Besucher des Zentrums hätten ihn angegriffen. Weil er gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt hatte, blieb Siedbürger vorerst auf freiem Fuß. Er nutzte diese Zeit, um Mitte März aus einer 20-köpfigen Neonazigruppe heraus zwei Jugendliche in Wunstorf anzugreifen und schwer zu verletzen. Kurz darauf stellte die Polizei ihn und einen 19-jährigen Neonazi als mutmaßliche Täter. Anfang April wurde gegen Siedbürger ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hannover wegen „Wiederholungsgefahr“ vollstreckt. Der Neonazi trat seine Haftstrafe gleich gestern an.

Siehe auch: Haft für Nazi-Schläger / Weiterer Übergriff nach Detmolder Urteil, Haftstrafe für vorbestraften Neonazi-Schläger

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