NPD-Chef Voigt soll nicht mehr Hauptmann der Reserve sein

Das Verteidigungsministerium will NPD-Chef Udo Voigt Focus-Online zufolge das Recht entziehen, den Dienstgrad eines Hauptmanns der Reserve zu führen. Gegen den Rechtsextremisten laufe ein Disziplinarverfahren, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt dem Bericht zufolge. Das Recht zum Tragen einer Uniform sei Voigt bereits früher aberkannt worden. Auch zu Wehrübungen werde er nicht mehr eingezogen.

Es gehe darum, Voigt soweit wie möglich aus der Bundeswehr zu entfernen und einen Schnitt zu machen zwischen dem „ehemaligen Soldaten und dem jetzigen Volksverhetzer“, sagte Schmidt demnach. Voigt war im April wegen Volksverhetzung zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Bundeswehrverband will Voigt bereits seit längerem ausschließen, hatte nach eigenen Angaben aber bislang keine rechtliche Handhabe.

Siehe auch: NPD-Chef Voigt vor Ausschluss aus dem Bundeswehrverband, Nach Verurteilung: Fliegt NPD-Chef Voigt jetzt aus dem Bundeswehrverband?, NPD-Chef Voigt bleibt weiter im Bundeswehrverband