“Very Important Pühse”: Doch keine VIP-Tickets für die NPD

Wie vermutet erweist sich die Einladung an die NPD für VIP-Tickets bei Dynamo Dresden als Versehen. Christoph Ruf berichtet:

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE äußerte sich Dynamo-Pressechef Peter Tauber wenig druckreif über die rechtsextreme Partei: „Alle Spieler haben damals freiwillig gegen diese Partei unterschrieben, das sind erwachsene Leute, die uns nicht brauchen, um gegen diese Leute Position zu beziehen.“ Und selbstverständlich habe man auch nie die Absicht gehabt, NPD-Aktivisten ins Stadion zu locken: „Glauben Sie mir, wenn es die letzten vier Logen wären und die uns den 40-fachen Preis zahlen – wir würden an diese Leute keine Plätze verkaufen.“

Umso zerknirschter zeigte sich Tauber über das Missgeschick der Vermarktungsagentur: Die habe von einem externen Dienstleister 18.000 Adressen eingekauft und für ein standardisiertes Anschreiben genutzt. Dass die Marketingleute weder beim Namen Jens Pühse (einem der exponiertesten sächsischen NPD-Kader) noch bei der Verlaganschrift Riesa (dem logistischen Zentrum des Landesverbandes) noch beim Namen „Deutsche-Stimme-Verlag“ hellhörig wurden, erklärt Tauber mit dem Umstand, dass keiner der Kollegen aus Sachsen stamme. „Dem ‚Deutsche-Stimme‘-Verlag schreiben wir sofort noch einmal: Und zwar, dass sie das erste Anschreiben als gegenstandlos zu betrachten haben.“

Siehe auch: “Very Important Nazi” – NPD freut sich über VIP-Tickets von Dynamo Dresden

9 thoughts on ““Very Important Pühse”: Doch keine VIP-Tickets für die NPD

  1. Da sieht man mal wieder wie wichtig Informationne sind.Sobald so etwas in der Öffenlichkeit landet wird auch dagegen vorgegangen bei Amazon war es da gleiche.
    Deswegen muss es weiter gehen mit Seiten wie dieser!

  2. Früher hieß es “ Kauft nicht beim Juden“ heute „verkauft nichts an Nazis“.

    Das nennt man Fortschritt.

  3. Lieber Jan!

    Danke für diesen tollen und äußerst sinnvollen Vergleich.

    Ist schon lustig, wenn hier Nazis Kommentare abgeben.

  4. „Das nennt man Fortschritt.“

    Oh mann … erschreckend dumpf und demokratiefeindlich!

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