DVU sagt Veranstaltung zum “Minderheitenschutz” ab / “Deutschlandpakt” schon am Ende?

Die DVU hatte zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Minderheitenschutz für deutsche Jugendliche in Neu-Köln“ aufgerufen. Dabei wollten sich die Rechtsextremen einmal mehr als Opfer gerieren. Allerdings wurde die Veranstaltung nach Angaben des Hamburger Neonazis Christian Worch abgesagt – ohne Angabe von Gründen. „Rin inne Kartoffeln, rut usn Kartoffeln….“, schreibt Worch dazu.

Ende des Deutschlandpakts schon beschlossene Sache?

Unterdessen äußerte sich DVU-Chef Matthias Faust zu den Spekulationen um den „Deuschlandpakt“ mit der DVU. Er schreibt, aus verschiedenen Quellen sei „im Hinblick auf die im Herbst anstehende Landtagswahl in Brandenburg Interessantes zu vernehmen. So werde sich angeblich am morgigen Dienstag der NPD-Landesvorstand versammeln, um selbst einen Antritt gegen die seit 10 Jahren im Landtag vertretene DVU zu beschließen. Dies soll dann schließlich am kommenden Wochenende der NPD-Bundesvorstand absegnen, der zur Verkündung dieser Neuigkeit bereits für den darauffolgenden Montag zu einer Pressekonferenz geladen haben soll. Ob derartige Meldungen der Wahrheit entsprechen, werden wir in Kürze wissen.“

Faust appelliert an „rechte Werte“:

Gerade für “Rechte” sollten typisch deutsche Werte wie Ehre und Treue eine ganz besondere Bedeutung haben. Sollte nun, wie in verschiedenen Berichten gemutmaßt, diese Vereinbarung, dieser “Deutschlandpakt” aus rein egoistischen, machtpolitischen Motiven gebrochen werden, wäre dies ein deutliches Zeichen dafür, dass die Werte, mit der manche sich gerne plakativ in der Öffentlichkeit darstellen, ihnen selbst rein gar nichts zu bedeuten scheinen und dass sich diese somit in eine Reihe mit den etablierten Landesverrätern stellen.

Siehe auch: “Deutschlandpakt”: Molau stellt(e) Bündnis offen in Frage, DVU 2.0 zwischen Selbstreflexion und Bescheidenheit – oder: die Internet-Blase ist geplatzt, NPD-Chef Voigt kündigt Ende des “Deutschlandpakts” mit der DVU an