Volksinitiative: Deutsche Schule ohne Nazis!

Leonie: Wir kommen im Unterricht gar nicht richtig voran. Die Lehrer müssen viel zu viel Zeit in die Nazi-Klappspaten investieren, denn die meisten von ihnen haben Probleme mit der Rechtschreibung und der Grammatik. Lesen fällt ihnen auch meistens schwer; wenn wir gemeinsam in der Klasse eine Lektüre lesen, dann muss unsere Lehrerin sie oft unterstützen. Da dies so viel Zeit in Anspruch nimmt, kommen wir mit dem Lehrstoff nur schleppend voran. Wenn das so weitergeht, muss die Schulzeit verlängert werden, sonst schaffen wir ja gar nichts.

Enrico S.: In der Schule läuft es total schlecht. Ich komme überhaupt nicht hinterher, vor allem in Deutsch. Bei meinen Kameraden ist es das Selbe. Wenn wir doch bloß auf eine andere Schule gehen könnten, in der wir besser lernen würden. Eine Schule, in der wir unser Deutsch verbessern könnten und keine Nachteile gegenüber den deutschen Schülern hätten. Wäre das nicht viel sinnvoller?

Doch! Auf jeden Fall.

NPD-BLOG.INFO hat diese angeblichen Zitate von Schülern übrigens geringfügig verändert; im Original der NPD auf den Seiten des Landesverband Bremen (!) heißt Enrico nämlich Burak und die Nazi-Deppen bzw. Kameraden sind Ausländer. Mit dieser Geschichte auf einem Flugblatt wollen die Neonazis in Niedersachsen (!) eine Volksinitiative erreichen, um Schulklassen aufzuteilen. Schon zuvor hatte die NPD eine Apartheid in Deutschland gefordert, beispielsweise im bayerischen Wahlkampf 2008. Damals schrieb NPD-BLOG.INFO:

Besonders die perfide Argumentation der NPD, wonach sie um das Wohl der Kinder besorgt sei, erzeugt einen spürbaren Brechreiz. Außerdem erhoffen sich die NPDler durch diese fixe Idee sicherlich, bei den leider zahlreich vorhandenen Stammtisch-Rassisten zu punkten.

Dank an WW für den Hinweis!

Siehe auch: Apartheidspolitik à la NPD