Kommunalwahlen: NPD gewinnt zahlreiche Mandate

In Thüringen hat die NPD bei den Kommunalwahlen nach ersten Ergebnissen in den elf Kreisen und kreisfreien Städten, in denen sie angetreten war, die Chance, einige Mandate zu besetzen. In dem Bundesland gilt erstmals die Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr.

NPD in Ueckermünde vor der SPD

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Neonazi-Partei nach vorläufigen Ergebnissen bei knapp über drei Prozent. Bei der Landtagswahl in Jahr 2006 hatte die NPD mehr als sieben Prozent der Stimmen geholt – bei einer höheren Wahlbeteiligung. Allerdings gilt auch hier die Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr; die NPD dürfte also zahlreiche Mandate gewinnen. Sie war mit weit mehr als 100 Kandidaten angetreten. Unter anderem errang sie nun Mandate in Rostock und Ueckermünde, wo sie nach Zwischenergebnissen bei rund zwölf Prozent der Stimmen lag – und somit vor der SPD.

Mehr als 60 Mandate in Sachsen

In Sachsen konnte die NPD in Dresden und Leipzig nach ersten Ergebnissen rund vier Prozent der Stimmen holen. Landesweit lagen die Neonazis bei rund 2,3 Prozent und würden mehr als 60 Mandate besetzen können. Zweistellige Stimmenanteile verzeichnete die NPD in ihren Hochburgen Reinhardtsdorf-Schöna mit 22,0 Prozent und Sebnitz mit 13,1 Prozent. Die NPD war in Sachsen mit mehr als 300 Kandidaten angetreten.

In Sachsen-Anhalt kam sie in Magdeburg auf ebenfalls rund vier Prozent.

Siehe auch: Europawahl: DVU laut Prognose bei 0,5 Prozent