Vortrag: “Die Gefährlichkeit rechtsextremer Musik”

„Die Jugend stolz, die Fahnen hoch, man hört uns schon marschieren“, singen sie. Sie heißen „Lunikoff Verschwörung“, „Nordfront“ oder „Sleipnir“. Rechtsextreme Musik findet immer mehr Verbreitung. Unter anderem kam das Thema durch die so genannte Schulhof-CD der NPD in die Schlagzeilen; verschwand dann aber wieder schnell. Viel zu selten wird die Gefahr, die von rechtsextremer Musik ausgeht, bewusst gemacht. Jugendgerecht verpackt in elektronische Beats oder romantische Melodien werden Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus verbreitet.

In seinem Vortrag „Die Gefährlichkeit rechtsextremer Musik“ erläutert Joachim Stockschläger, Historiker und Politikwissenschaftler, wie rechtsextreme Musik entstanden ist, welche Absichten sie verfolgt und wie Rechtsextreme von ihr profitieren. Die Veranstaltung wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung durchgeführt: Am Donnerstag, 11. Juni, 18.00 Uhr im JugendKulturZentrum PUMPE, Lützowstr. 42, 10785 Berlin-Mitte. Medienpartner ist das www.netz-gegen-nazis.de.

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