Molau: Riegers Wahl zum Vize eine “politisch Katastrophe”

Nachdem die NPD bei ihren Bundesparteitag in Bamberg offene Debatten über die Streitfragen vermieden hat, könnte es im Nachhinein noch einigen Ärger geben. Besonders der Richtungsstreit zwischen den NPD-Funktionären, die um ein biederes Image bemüht sind und den ultra-radikalen scheint die völkische Partei weiter zu beschäftigen. „Die Wahl von Herrn Rieger zum Stellvertreter ist eine politische Katastrophe“, sagte beispielsweise Andreas Molau, wiedergewähltes Bundesvorstandmitglied, der taz. Der ehemaligen Wahldorflehrer aus Niedersachsen mache sich Sorgen um das bürgerliche Image der NPD, heißt es. Rieger habe sich nicht von der Gewalt der „Autonomen Nationalisten“ am 1. Mai in Hamburg distanziert, mosert Molau dem Bericht zufolge. Zuvor hatte Molau allerdings noch nett mit dem Parteiehrengast und bekennenden Holocaust-Leugner Horst Mahler geplaudert.

Auch auf der Pressekonferenz klang den Angaben zufolge die Distanzierung des NPD-Chefs Voigt von der Gewalt der Autonomen Nationalisten gekünstelt. Dass der Parteichef zuvor den Rechtsautonomen-Freund Rieger zur Wahl empfohlen hat, entlarve seine Aussagen als hohl. Außerdem betont Voigt wieder einmal, dass natürlich alle konstruktiven Kräfte auch aus den Kameradschaften in der NPD willkommen seien.

Siehe auch: NPD-BLOG.INFO über den Parteitag in Bamberg.