„Mecklenburgische Aktionsfront“ verboten

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier hat die neonazistische Kameradschaft „Mecklenburgische Aktionsfront“ (M.A.F.) nach dem Vereinsgesetz verboten. „Die M.A.F. verherrlicht den Nationalsozialismus, sie äußert sich antisemitisch und rassistisch und handelt nach Art. 18a der Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommern verfassungswidrig“, so der Innenminister nach einem Bericht des Fachmagazins blick nach rechts. Die Verbotsverfügung wurde demnach am 28. Mai 2009 zugestellt. Neben der Zustellung der Verbotsverfügung gab es Durchsuchungen mit dem Ziel der Beschlagnahme des Vereinsvermögens und der Unterbindung der weiteren Vereinstätigkeit.

Führender Kopf der M.A.F., die vornehmlich im Raum Neustrelitz/Neubrandenburg agiert, sei der 1981 geborene David Petereit. Der Neonazi gelte neben dem NPD-Parlamentarier Tino Müller als einer der führenden Köpfe der Kameradschaftsszene.

Nach der Landtagswahl wurde Petereit, der auch stellvertretender NPD-Landesvorsitzender ist, Mitarbeiter des Rostocker NPD-Abgeordneten Birger Lüssow. Nebenher betreibt Multifunktionär Petereit den Online-Versand „Levensboom“, ist Herausgeber diverser neonazistischer Publikationen und tritt als Produzent für rechtsextreme Bands auf, so der bnr weiter.

Siehe auch: NPD vor der Kommunalwahl: Mangel an inhaltlicher Substanz und vorbestrafte Kandidaten, MVP: Wer schluckt da gerade wen?, Die bewaffneten Biedermänner der NPD