Linktipp: „RECHTSKONSERVATIV – Im Moment sehr erheitert“

Diese Rechtskonservativen! Sorgen fast nur für Streit – in der NPD, in der Kommentarspalte von Welt Online – und sogar in der SPD – zumindest bei einem interessierten Teil. Das ist auch kein Wunder, denn wer so rebellisch und mutig unbequeme und noch nie gehörte Wahrheiten ausspricht, der eckt eben an. Dabei weiß eigentlich niemand so genau, wie viele Personen zu diesem kaum zu fassenden Spektrum gehören.

Diese Rechtskonservativen sehen sich als Avantgarde einer von 68ern unterdrückten Massenbürgerbewegung, andere Menschen haben dennoch nie von ihnen gehört. Einige böse Zungen sollen sie gar als Salonfaschisten bezeichnen! Wieder andere meinen, die Rechtskonservativen müssten unbedingt ernst genommen werden.

Um auch die letzten Unklarheiten zu beseitigen, ist verdienstvollerweise das Projekt „RECHTSKONSERVATIV – Im Moment sehr erheitert“ angetreten. Sozusagen als Zentralorgan der Zukurzgekommenden und Leserbriefschreiber. Dort heißt es:

Dieser Blog leistet einen kleinen Beitrag zur rechtskonservativen Gegenöffentlichkeitrealität. Ziel muss es sein, durch ständiges Wiederholen der Aussagen unserer Vordenker dafür zu sorgen, dass irgendwann nicht nur wir daran glauben. Zudem besteht keine Parteigebundenheit oder Mitgliedschaft in irgendeiner Organisation oder eine Nähe zu solchen. Das alles besteht nicht, weil ich es abstreite. Und da ich mir Mühe gebe, anonym zu bleiben, kann mir hier auch niemand das Gegenteil beweisen. 

Auch die Autoren geben Einblicke in ihr rechtskonservatives Dasein: 

Ich halte meine Vorstellung hier eher kurz, da das Verfassen dieser Zeilen eine Tat ist. Einer unserer konservativen VorWiederkäuer hat allerdings unlängst verlauten lassen, dass man sich an seinen Worten messen lassen soll.

Dies birgt Probleme, die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte. Wenn man sich an seinen verfassten Worten und nicht wie landläufig oft und fälschlich behauptet,an seinen Taten messen lassen soll, wie soll eine Messung dann überhaupt stattfinden? Das Verfassen oder auch Aussprechen, ja sogar das bloße Denken von Worten ist eine Tat. Aber Taten zählen nicht, nur Worte. Wenn aber das Wort zur Tat wird, wird die Tat zum Selbstzweck und somit zur Pflicht, qed.

Vor diesem Hintergrund möchte auch ich lediglich kurz einige Taten in Form von Worten hoher Quantität zu meiner Person vorbringen. Manches muss jedoch nicht groß mit Worten geschmückt werden, daher fasse ich mich kurz.

Ich bin mit meinen 21 Jahren wohl bislang das Nesthäkchen unter den Mitarbeitern, kann aber meines Erachtens bereits auf einen breiten Fundus von konservativen Grundsätzen zurückgreifen. Diese sind umso gefestigter, zumal ich mir das konservative Denken hart erarbeiten musste. In meinem früheren Leben trieb ich ziellos umher, suchte meinen Spaß in Oberflächlichkeiten wie z.B. Spaß und war gemeinhin bekannt als liderlicher Nuttenpreller, antriebsloser Tagedieb und gewissenloses Kameradenschwein. Ich brach die Schule ab, drückte mich vor der BundesWehrmacht, das ganze Pogrom Programm eben. Irgendwann wurde mir aber klar, dass das so nicht weiter ginge. Ich begann viel zu denken. Und zu lesen. Natürlich am liebsten Sachen, die sonst keiner lesen wollte, ein kleiner Hansdampf steckte ja noch in mir, Anecken um jeden Preis eben. Manche sagten damals, es würde mein ungeübtes Denkorgan überstrapazieren. Aber iesen Irren habe ich es ALLEN gezeigt. Nachdem ich viel nachgedacht habe und mich dabei gern im Spiegel beobachtete, machte es eines Tages in meinem Kopf hörbar „klick“. Es war, als höbe sich der Schleier jahrelanger Blindheit. Alles war so klar auf ein mal. Und da bin ich. Phönix aus der Asche. Schön und klug wie nie zuvor. Konservativ wie kein zweiter, Glaubwürdig bis ins Mark, Familien- UND Karrieremensch par excellence mit Vorzeigefrau, die meine „Qualitäten“ zu schätzen weiß… ein rundum junger, hipper und gutaussehnder Angehöriger der konservativen Intelligenz-Elite, man könnte sagen ich bin ein in Geist und Körper gestählter Titan des Konservatismus, der so ziemlich alle anderen mächtig im Regen stehen lässt. Darüber hinaus kann mir keiner was. Wer nicht tickt wie ich, tickt halt nicht richtig. Um meine gesunde Ignoranz gegenüber anderen Standpunkten werden mich sicherlich einige beneiden, wie um so vieles andere wohl auch.

Sie merken sicherlich: es liegt mir nicht sehr, über mich selbst zu reden. Gerade aber in dieser Kürze und zurückhaltenden Prägnanz dessen was ich sage, liegt meine Glaubwürdigkeit begründet, die so hell erstrahlt, dass die Mittagssonne dagegen aussieht, als wäre sie lediglich die Mittagssonne neben meiner strahlenden Glaubwürdigkeit.

Dies und mehr gibt es hier.

Siehe auch: Analyse: Marktradikalismus und moderner Rechtsextremismus, “Junge Freiheit” verliert ProzessDie JF-Kampagne gegen SPD-Politiker: Fakten, Fakten, Fakten, JF und Focus: Gemeinsam gegen Aufklärung über Rechts, Buchtipp: Analyse der neurechten `Jungen Freiheit`, Andreas Molau: Wolf im Lambswoolpullover

 

 

8 thoughts on “Linktipp: „RECHTSKONSERVATIV – Im Moment sehr erheitert“

  1. Offensichtlich eine Beschäftigung von Leuten mit Langeweile ….

    „IfS (Institut für Scheidenpolitik)“ … wie originell … gähn.

  2. „Offensichtlich eine Beschäftigung von Leuten mit Langeweile “
    Bei Dir hört sich das so negativ an.

  3. @E.S.

    „Offensichtlich eine Beschäftigung von Leuten mit Langeweile ….“
    Tja, das haben die Projekte der ErnstfalldenkerInnen so an sich.

    Was die Orginalität betrifft…Welches der angegebenen Schlagworte ist eine Karrikatur?

    Holocaust Religion, DDR-light, Gendermainstreaming als Marxistisches Kampfinstrument, IfS (Institut für Scheidenpolitik), molekularer Bürgerkrieg, Selbsthaß, Babycaust?

    Sie sehen, gar nicht so einfach:-).

  4. Als erstes sei hier nochmals Dank ausgesprochen für die Aufmerksamkeit, die dadurch diesem Blog zuteil wird.

    Was dieses Gerede einiger uns zu diffamieren trachtender Kretins von „Scheidenpolitik“ soll, ist mir schleierhaft. Ich gebe den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes mein Ehrenwort -ich wiederhole- ich gebe ihnen mein Ehrenwort, dass ein solches Wort niemals in unserem Blog zu finden war.

    Aber b2t. Ein Kommentar in unserem Blog bringt es eigentlich schon auf den Punkt, daher sei er hier kurz zitiert:

    „Aber dennoch halte ich die Erwähnung in einem doch relativ bekannten Blog wie npd-blog.info für überflüssig. Seit seine Blogs aus dem Netz verschwunden sind, kann sowieso kein Aussenstehender mehr nachvollziehen, worauf sich das hier alles bezieht. Und die generelle Bloßstellung rechtskonservativer Denkfehler lag hier nie sonderlich im Vordergrund, sondern manifestierte sich immer an einem Beispiel. Jetzt, wo dieses Beispiel weg ist, ist auch dieses Blog nur noch für Insider lustig.“

    Wir bitten also Besucher unseres Blogs um Nachsicht, das Ziel unseres Spotts ist leider momentan nicht mehr im Netz verfügbar, weshalb auch viele Anspielungen unseres Blogs (die von uns aufgegriffenen Fehler in Grammatik, Rechtschreibung, Interpunktion, Logik etc.) darauf keinen für Aussenstehende nachvollziehbaren Bezugspunkt mehr haben.

    PS:
    @ „Wohnstuben-Antifa“:
    Dein Schreibstil verrät dich. Auch wenn du krampfhaft versucht hast, Sätze mit „dass“, „das“, „seid“ und „seit“ zu vermeiden, damit man dich nicht sofort an diesen Fehlern erkennt: Dieses mal war es eben die Unkenntnis über die korrekte Schreibweise und Bedeutung des Wortes „Karikatur“, die mit der dir typischen Inbrunst vorträgst.

  5. @ Tom
    „Dein Schreibstil verrät dich“
    Soviel zur Anonymität im Internet.

    Schickt mir zur Sicherheit einfach eine Email. Nicht das irgendeine Type mit Rechtschreibschwäche für mein Getrolle verantwortlich gemacht wird:-).
    Der wird’s schon so schwer genug haben…

  6. „Nicht DAS irgendeine Type mit Rechtschreibschwäche für mein Getrolle verantwortlich gemacht wird.“ [Hervorhebung von mir]

    Nein, auf keinen Fall wird jemand mit Rechtschreibschwäche für sein Getrolle verantwortlich gemacht. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort. Ich wiederhole: mein Ehrenwort.

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