Gewehre bei Neonazi gefunden

Der Staatsschutz Hagen hat am 15. Mai 2009 nach einem Bericht von Der Westen vier Wohnungen in Siegen und Netphen durchsucht. Ziel der Aktion waren Wohnungen von drei 42, 20 und 21 Jahre alten Neonazis und einem 20-jährigen Mitglied der linken Szene. Auslöser für die Durchsuchungen waren den Angaben zufolge Sachbeschädigungen und mögliche Waffendelikte in Siegen. So war im vergangenen Jahr das Auto des stellvertretenden NPD-Kreisvorsitzenden in Flammen aufgegangen. Auch das Auto eines Linken wurde einige Zeit später erheblich beschädigt.

In der Wohnung des rechtsextremen 42-Jährigen in Siegen stellten die Polizisten zwei Gewehre und eine zerlegte Pistole sicher. Zur Prüfung, ob waffenrechtliche Verstöße vorliegen, solle zunächst eine technische Untersuchung des Landeskriminalamtes abgewartet werden. Eine Waffenbesitzkarte hatte der rechtsradikale Wohnungsinhaber dem Bericht zufolge nicht. In der Wohnung des der linken Szene angehörenden Mannes fanden die Beamten neben „Chemikalien“ eine Rauchbombe und geringe Mengen Betäubungsmittel.

 Siehe auch: NRW: Ehrenbürger Hitler in Siegen unerwünscht?, Mehr als 1100 rechtsextreme Gewalttaten im Jahr 2008